Gruppenfoto der beteiligten Rektor:innen und der Bundesministerin in Rotholz, im Hintergrund Bergkulisse

Die Rektor:innen der beteiligten Universitäten und die Wissenschaftsministerin in Rotholz im Zillertal. Von links: Alex Weissensteiner (Freie Universität Bozen), Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, Gert Mayer (Medizinische Universität Innsbruck), Veronika Sexl (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck), Matthias Gauly (Vetmeduni)

Gesund­heit im alpinen Raum: Start für PhD-Koope­ra­tion OHASIS

Die U­ni­ver­sität Inns­bruck ­startet gemeinsam mit der Vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Univer­sität Wien, der Medi­zi­ni­schen Univer­sität Inns­bruck und der Freien Univer­sität Bozen ein inter­dis­zi­pli­näres PhD-Programm mit dem Namen OHASIS. Ziel ist es, gemein­same Lösungen für die Gesund­heit von Mensch, Tier und Umwelt in der Alpen­re­gion zu entwi­ckeln.

Die Abkürzung OHASIS steht für „One Health for the Alpine Region: Solutions and Innovation in Science“ und versammelt renommierte Expert:innen aus Österreich und Italien, die gemeinsam mit PhD-Studierenden wichtige Fragen zu Zoonosen, zur Dynamik von Infektionskrankheiten, zu Antibiotika- und Pilzresistenzen, Lebensmittelmikrobiomik, Bergagronomie, Agrarökologie und zum öffentlichen Veterinärwesen behandeln werden. Die ersten neun PhD-Stellen beginnen heuer im November.

Der offizielle Startschuss für die Kooperation erfolgte am Mittwoch, 2. September, im Beisein von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, die auch die Schirmherrschaft für das PhD-Kooperationsprogramm übernommen hat. Die Ministerin und die Rektor:innen der vier beteiligten Universitäten trafen sich in Rotholz im Zillertal, wo unter anderem auch ein Lokalaugenschein für das dort neu entstehende Kompetenz- und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum (KIZ Alpin) stattfand. 

Sexl: „Universität im besten Sinne“

Die Rektorin der Universität Innsbruck, Veronika Sexl, verlieh dabei ihrer Freude über die Kooperation Ausdruck und betonte die engen Verbindungen zwischen menschlicher Gesundheit und Umwelt:

„Es freut mich sehr, dass die beiden Innsbrucker Universitäten, die Vetmeduni und die Universität Bozen künftig gemeinsam ein Kompetenzzentrum und ein gemeinsames PhD-Programm hier am Tiroler Standort Rotholz entwickeln und betreiben werden. Die jüngste Vergangenheit hat uns gezeigt, dass das genaue Verstehen der Zusammenhänge zwischen Tiergesundheit, Humanmedizin und Umweltfaktoren extrem wichtig ist. Ab dem heutigen Tag können wir diesen One-Health-Ansatz nicht nur gemeinsam besser wissenschaftlich untersuchen und weiterentwickeln, sondern diese Erkenntnisse auch direkt in die die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftler:innen integrieren. Das ist Universität im besten Sinne.“

Auf die Bedeutung eines interdisziplinären Zugangs verwies auch Bundesministerin Holzleitner:

„Kooperation statt Kirchturmdenken ist für mich mehr als ein Motto. Das ist die Haltung, mit der wir Wissenschaftspolitik machen. Was heute in Rotholz beginnt, zeigt, was möglich wird, wenn Institutionen über Universitäts- und Ländergrenzen hinweg an einem Strang ziehen.“ 

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