Die ECPR Joint Sessions of Workshops wurden dieses Jahr vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck gemeinsam mit dem European Consortium for Political Research (ECPR) in Innsbruck organisiert, die jährlich zwischen März und April in Europa stattfinden. Sie sind eines der beiden Highlights der großen europäischen politikwissenschaftlichen Konferenzen der ECPR. Die Joint Sessions werden auch als „jewel in the crown“ der ECPR bezeichnet.
„Die ECPR Joint Sessions sind ein besonderes Konferenzformat, das intensive Debatten über aktuelle Forschungsergebnisse fördert. Wir sind sehr stolz darüber, dass diese hier in Innsbruck stattfanden“, informierte Marcelo Jenny vom lokalen Organisationskomitee. Die einwöchige Veranstaltung stand ganz im Zeichen aktueller gesellschaftlicher und politischer Krisen und Herausforderungen.
Als Co-Organisator lud David Willumsen die renommierte Politikwissenschaftlerin Silja Häusermann der Universität Zürich ein: „Mit ihrem Vortrag Cleavage politics and democratic resilience wurden die aktuellen Veränderungen, Krisen und Herausforderung für die Demokratie, die Politik, unsere Gesellschaft und auch die politikwissenschaftliche Forschung diskutiert. Der Vortrag umschloss inhaltlich viele der über 500 diskutierten Papers in den 33 Workshop-Gruppen unserer Joint Sessions, die die gesamte Fachbreite der Politikwissenschaft abdeckten.“ Zwei Workshops wurden von Mitgliedern des Instituts für Politikwissenschaft organisiert. Fabian Habersack leitete einen Workshop zu „Blurring or Accident? Voluntary and Involuntary Sources of Ambiguous Party Positions and Their Consequences for Democracy”. Lisa Lechner leitete (gemeinsam mit Markus Gastinger, Univ. Salzburg) einen Workshop zu „From Code to Conversation: What LLMs Mean for Political Science.”
„Neben kurzen Wegen und optimaler Nutzung des gesamten Campus Universitätsstraße wurde ein ganz besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Anbietern für die Kongressorganisation gelegt“, ergänzte Sven Jeschke vom Büro des Dekanats der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften, der das Event vor Ort mit den Verwaltungsmitarbeiter:innen der Fakultät und Studierenden organisierte.
Die Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck ist das einzige Institut Europas, das nun alle drei großen ECPR Konferenzen organisiert und am gleichen Standort ausgetragen hat: 2014 die ECPR Graduate Conference mit 450 PhD-Studierenden, 2022 die ECPR General Conference mit über 1.700 Wissenschafter*innen aus aller Welt und 2026 die ECPR Joint Sessions of Workshops mit über 500 Politikwissenschaftler:innen von allen fünf Kontinenten.
(Sven Jeschke)
