Workshop 2

Workshop Leiter:in

 Elisa Guggenbichler, Universität Innsbruck
Benjamin Kremmel, Universität Innsbruck  
 

Abstract

Sprachprüfungen inklusiv gestalten

Fairness und Barrierefreiheit sind zentrale Grundsätze, um Chancengleichheit für alle Lerner:innen, insbesonders für neurodivergente Lerner:innen, bei der Leistungsfeststellung in der Fremdsprache zu gewährleisten. In diesem Workshop möchten wir diskutieren, wie die Prinzipien des Universal Design of Assessments angewandt werden können, um inklusive Testformen und -bedingungen für den schulischen Fremdsprachenunterricht zu gestalten, die den individuellen Unterschieden von Lerner:innen bei der kognitiven Informationsverarbeitung, bei sensorischen Bedürfnissen und der Aufmerksamkeit Rechnung tragen.

Wir werden uns mit wichtigen Aspekten von Testformen für ausgewählte Kompetenzbereiche in der Fremdsprache, die Lernende mit spezifischen Lernschwierigkeiten, wie beispielsweise Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, unverhältnismäßig stark beeinträchtigen können, auseinandersetzen. Dabei werden wir Beispiele für die barrierearme Gestaltung von Testaufgaben und -bedingungen sowie konkrete Formen des Nachteilsausgleichs, z. B. die Selbststeuerung bei Hörverstehensaufgaben oder die Gewährung zusätzlicher Zeit, besprechen und deren Wirksamkeit mithilfe aktueller wissenschaftlicher Forschungsergebnisse erörtern, um evidenzbasiert zu beurteilen, inwiefern diese Anpassungen für neurodiverse Sprachenlerner:innen geeignet sind.

Am Ende des Workshops erstellen wir gemeinsam eine Liste an Empfehlungen, mithilfe derer die Fairness und Barrierefreiheit beim Testen und Bewerten fremdsprachlicher Kenntnisse für neurodiverse Sprachlerner:innen verbessert werden kann.

 

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