Abstract
Europäische Länder reagieren mit unterschiedlichen bildungspolitischen Programmatiken auf die Digitalisierung von Schule respektive auf Lernen und Bildung in einer von digitalen Technologien durchzogenen Welt. Dabei sind nationale und länderspezifische Entscheidungen in ein umfassendes Verständnis einer europäischen Bildungspolitik eingegliedert. Österreich nimmt mit der Einführung und Umsetzung eigener verpflichtender Schulfächer wie „Digitale Grundbildung“ (BGB, 2018) sowie – zukünftig „Medien und Demokratie“ und „Informatik und KI“ – eine besondere Rolle in der Gesamtschau der Entwicklungen ein. Das fortlaufende Projekt EPRiL - Educational Policy Research in Lern-/Bildungskontexten analysiert bildungspolitische Dokumente und Artefakte (bspw. Webseiten, Interviews, Folder) unterschiedlicher europäischer Länder und insbesondere Österreichs wie etwa im Bezug auf Fragen der Verhältnisbestimmung von digitalen Technologien/Medien, Gesellschaft und Bildung oder im Hinblick auf ein Verständnis von Fach und Fachdidaktiken im Kontext einer ‚digitalen Bildung‘.
Keywords
Educational Policy Research, Schule, Digitale Grundbildung, Medienpädagogik, schulische Medienbildung, informatische Bildung, Digitalität, Bildungspolitik
Projektbeschreibung
EPRiL baut auf einen umfassenden Datenkorpus an unterschiedlichen deutsch- und englischsprachigen bildungspolitischen Dokumenten und Artefakten auf, die über die Zeit gesammelt wurden und werden. Dabei werden diese als „public policy instruments“ im Sinne von Lascoumes und Le Galès (2007) verstanden, die nicht nur die Funktion der Umsetzung einer bestimmten Politik haben, sondern als Instrument inklusive der ästhetischen Darstellung, der Formulierungen, der Dissemination etc. auf Bildungskontexte wirken. Die grundlegende Analyse des Datenkorpus erfolgt qualitativ-inhaltsanalytisch unter Berücksichtigung der Auffind- und Rezeptionsbedingungen entlang eines deduktiven Kategoriensystems. Anlassbezogen erfolgen spezifische Analysen vor dem Hintergrund konkreter Fragestellungen mit Hilfe einer induktiven Erweiterung des Kategoriensystems, die dann vor dem Hintergrund aktueller Forschungsdiskurse reflektiert werden.
Dissemination und Präsentationen
- Vortrag: Nina Grünberger, Judith Neuthard, Pia Hornickel: Bildungspolitik, was willst du uns sagen? Analyse von europäischen bildungspolitischen Kernargumenten des Verhältnisses von (informatischer) Medien-/Bildung, Didaktik und schulische Fächer in Programmatiken zur „Digitalen Bildung, 03.09.2026, Jahrestagung MEDIDA Arbeitskreis (AK) Mediendidaktik in der Sektion Medienpädagogik der DGfE, Graz.
- Keynote: Valentin Dander, Nina Grünberger, Pia Hornickel: Gemeinsam? Selbst? Bestimmt? Netzpolitische, medienpädagogische & informatische Dimensionen von Medienbildungsprogrammen, 24.03.2026, 26. Gautinger Internettreffen 2026, Gautingen.
Ansprechpersonen
Projektleitung:
Univ.-Prof.in Nina Grünberger, Ph.D. (Universität Innsbruck)
Mitarbeitende:
Judith Neuthard 1. Staatsexamen (Universität Innsbruck)
Ferdinand Pinzer-Bakay, MA (Universität Innsbruck)
Studentische Mitarbeitende:
