Die neue Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung ab WiSe 2026/2027
Die neue Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung ab WiSe 2026/2027 an der Universität Innsbruck
Die neue Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung ab WiSe 2026/2027
... kann anstelle eines zweiten Unterrichtsfachs oder als Erweiterungsstudium studiert werden und qualifiziert für:
• den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in mehrsprachigen und multikulturellen Lernendengruppen (z. B. in Deutschförderklassen und Deutschförderkursen),
• die Planung und Umsetzung individueller und gruppenbezogener unterrichtsintegrierter Sprachförderung sowie die Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen,
• die ressourcenorientierte Einbeziehung von Mehrsprachigkeit.

Weitere Infos zur Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und Sprachliche Bildung
Aufzeichnung der Vorstellung der neuen Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung im Rahmen der Informationsveranstaltung am 01.07.2026 (Ass.-Prof. Dr. Lesya Skintey und Priv.-Doz. Mag. Dr. Peter Pohl):
Relevanter Abschnitt des Videos von 16:30-29:30
Ansprechpersonen: Priv.-Doz. Mag. Dr. Peter Pohl, Ass.-Prof. Dr. Lesya Skintey
Warum die Spezialisierung Deutsch und sprachliche Bildung studieren?
Die sprachliche Vielfalt an Schulen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Viele Schüler*innen verwenden im Alltag in unterschiedlichem Ausmaß neben Deutsch weitere Erst- und Familiensprachen. Eine besondere Gruppe innerhalb der mehrsprachigen Schülerschaft bilden neu zugewanderte Schüler*innen. Sie leben erst seit kurzer Zeit in Österreich, Südtirol oder Deutschland und erwerben Deutsch als Zweit- und Bildungssprache. Für diese Zielgruppe bestehen besondere sprachliche und schulische Herausforderungen: Sie müssen nicht nur die deutsche Sprache erwerben, sondern gleichzeitig die fachlichen Inhalte der einzelnen Unterrichtsgegenstände bewältigen. Sprachliches und fachliches Lernen findet somit parallel statt.
Vor diesem Hintergrund gewinnt die Ausbildung für sprachliche Bildung qualifizierter Lehrpersonen zunehmend an Bedeutung. Das Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz in Österreich sieht daher vor, dass die Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung neben der bereits bestehenden Spezialisierung Inklusive Pädagogik im Curriculum der Bachelor- und Masterstudien für das Lehramt Sekundarstufe (Allgemeinbildung) anzubieten ist (HS-QSG, Anlage zu § 30a Abs. 1 Z 4, P. 2.1 c, S. 3).
Die Spezialisierung Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung bereitet gezielt auf diese aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Lehrberufs vor und qualifiziert für:
- den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in mehrsprachigen und multikulturellen Lernendengruppen (z. B. in Deutschförderklassen und Deutschförderkursen),

- die Planung und Umsetzung individueller und gruppenbezogener unterrichtsintegrierter Sprachförderung im Sinne des sprachsensiblen Fachunterrichts sowie die Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen,

- die ressourcenorientierte Einbeziehung von Mehrsprachigkeit.

Die Spezialisierung kann anstelle eines zweiten Unterrichtsfachs oder als Erweiterungsstudium studiert werden. Im Anschluss an das Bachelorstudium wird ein darauf aufbauendes Masterstudium angeboten, dessen Start derzeit für das Wintersemester 2028/29 vorgesehen ist. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, die im Bachelorstudium erworbenen Kompetenzen weiter auszubauen und sich noch umfassender für anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgaben in der Praxis sowie für die Forschung im Bereich Deutsch als Zweitsprache und sprachliche Bildung zu qualifizieren.
In diesem neuen Studienangebot erwerben die Studierenden jene Kompetenzen, die im schulischen Alltag unmittelbar einsetzbar sind und an Schulen bereits heute stark nachgefragt werden. Sie qualifizieren sich für ein zukunftsweisendes Tätigkeitsfeld und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und erfolgreicher sprachlicher Integration.