Stube im Volkskunstmuseum

Orange the Stuben

[14.09.2026] Ge­walt ist viel­schichtig und allge­gen­wär­tig. Sie wirkt oft im Verbor­genen – in Spra­che, Erwar­tungen und Struk­tu­ren. Studie­rende der Univer­sität Inns­bruck erar­bei­teten unter der Leitung von Dr. Nadja Neuner-Schatz eine Inter­ven­tion in den histo­ri­schen Stuben des Volks­kunst­mu­se­ums, um auf häus­liche Gewalt aufmerksam zu machen.

Museen sind nicht neutral. Sie entscheiden, was wir erinnern und was im Verborgenen bleibt. Die historischen Stuben im Tiroler Volkskunstmuseum erzählen von Ruhe und Geborgenheit. Die studentische Intervention „Orange the Stuben“ bricht mit dieser Erzählung. Durch gezielte Eingriffe wird das scheinbar Vertraute irritiert und Unsichtbares erfahrbar. Zehn Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft erarbeiteten mehrere Objekte, Texte und Begleitmaterial für diese Intervention: In Anlehnung an die UN-Kampagne „Orange the World“ gegen Gewalt laden sie ein, die Stuben neu zu lesen und sich auf die Widersprüche einzulassen. Den Rahmen dazu bot die Lehrveranstaltung Gedächtnis, Erinnerung und Erzählung: „Orange the Stuben“ – Ausstellungskonzeption im Arbeitsfeld Museum unter der Leitung von Nadja Neuner-Schatz.

Die studentische Intervention wird am 17.09.2026, 12.00 Uhr, im Tiroler Volkskunstmusem eröffnet und kann bis 10. Dezember 2026 besucht werden (Universitätsstraße 2, 2. Obergeschoß).

In Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte wird ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Stubengesprächen, Vorträgen und Schulworkshops angeboten. Details finden sich  hier

Biografische Notiz

Dr. Nadja Neuner-Schatz, Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck

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