Universität Innsbruck & Medizinische Universität Innsbruck
Wallpaper-Bild: Photo einer Demo in Chile aus 2020

Round­ta­ble: Kolo­ni­ale Verflech­tungen und deko­lo­ni­ale Stra­te­gien und Prak­tiken

93. Inns­bru­cker Gender Lecture mit Pales­ti­nians and Jews for Peace, Amancay Jenny, Dr.in Muriel González Athe­nas, Dr.in Denise Bergold-Cald­well

Vortrag und Diskussion
10. November 2026, 18:00 – 20:00 ical

Gäste: Palestinians and Jews for Peace, Amancay Jenny, Dr.in Muriel González Athenas, Dr.in Denise Bergold-Caldwell

Moderation: Melinka Karrer

Vortragssprache: Deutsch

Post- und dekoloniale Studien sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Ergründung der Verbindung der Moderne mit Kolonialität. Sie richten den Blick auf unterschiedliche Aspekte der Gesellschaft, der Kultur, der Ökonomie, des Rechts, der Ästhetik, der Technologie, der Wissenschaft und der Geschlechterverhältnisse. Post- und dekoloniale Analysen beschäftigen sich mit historischen und gegenwärtigen sozialen und kulturellen Phänomenen. Sie arbeiten koloniale Verbrechen auf und zeichnen ihre gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und epistemischen Kontinuitäten und Wandlungen nach, indem sie auf ihre Verflechtungen mit weiteren historischen Momenten und Herrschaftsformen verweisen. Sie stören/hinterfragen zelebrierende Erzählungen der Selbstinszenierung und Zentrierung des Westens als Erfinder und Entdecker der „neuen Welt“. Sie verkomplizieren und befragen eurozentristische Annahmen der Befreiung und Zivilisation der Welt, unterziehen aber auch Dekolonisierungsprozesse einer kritischen Betrachtung hinsichtlich deren emanzipatorischen und befreienden Potentials. Antikoloniale, antirassistische und mit ihnen verbundene emanzipatorische Praktiken bilden dabei oft den Ausgangspunkt einer kritischen Reflexion über die Persistenz der Kolonialität der Macht, der Moderne überhaupt, in der heutigen Zeit und Möglichkeiten, diese zu überwinden. Daher diskutieren wir in diesem Roundtable mit Expert*innen Perspektiven der Krisenstrategien.

Soll es um Transformation oder Translation gehen? Müssen wir die gesellschaftlichen Verhältnisse übertragen in eine neue Zeit oder geht es um gesellschaftliche Umgestaltung? Welche Subjekte waren von der Moderne per se ausgeschlossen, wer steckt in der Krise und welche Handlungsspielräume eröffnen sich uns? Wie gehen wir in der Mikroperspektive mit Krisen wie Krieg, Gewalt, Autoritarismus, Militarismus, Wirtschaftskrisen usw. um? Was kann die Universität beitragen?

Campus Innrain
Hörsaaltrakt, Hörsaal 5 3/4
Innrain 52e
6020 Innsbruck

Teilnahme

Eintritt frei

Veranstalter

FP Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck

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