Universität Innsbruck

Pflanze des Monats

August 2023

Dipsacus fullonum, Blütenstand
Dipsacus fullonum mit Hummel

Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Der wissenschaftliche Name der stacheligen Wilden Karde leitet sich vom griechischen Wort dipsa für Durst ab. Die gegenständigen Blätter sind am Grund miteinander  zu einer kleinen Schüssel verwachsen. In ihr sammelt sich Wasser, das viele Insekten und auch Vögel zum Trinken nutzen. Oftmals ertrinken Insekten auch darin, möglicherweise kann die Pflanze sie als zusätzliche Stickstoffquelle nutzen.
Die walzenförmigen Blütenstände sind wie die Blätter sehr stachelig. Zur Blütezeit erscheint in der Mitte ein Blütenkranz, der sich im Laufe der Zeit aufteilt: ein Kranz wandert nach unten, der zweite nach oben. Im Spätsommer entwickeln sich daraus nährstoffreiche Früchte, die besonders vom Stieglitz geschätzt werden.
Dekorativ bleiben die trockenen Fruchtstände im Winter im Garten erhalten.
Die Wilde Karde ist eine sehr dekorative und für Tiere sehr nützlich Art für den Garten.
Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und ist bei uns in Tirol auch im Freiland immer wieder an gestörten Plätzen zu finden. Im ersten Jahr bildet die zweijährige Pflanze eine Blattrosette aus, die im Jahr darauf zu einer stattlichen großen Pflanze heranwächst.
In unserer Ausstellung Ordentlich schlampig kann man die Wilde Karde und die Tiere die sie besuchen bewundern.

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