BEGIN:VCALENDAR PRODID:-//Microsoft Corporation//Outlook 16.0 MIMEDIR//EN VERSION:2.0 METHOD:PUBLISH X-MS-OLK-FORCEINSPECTOROPEN:TRUE BEGIN:VTIMEZONE TZID:W. Europe Standard Time BEGIN:STANDARD DTSTART:16011028T030000 RRULE:FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU;BYMONTH=10 TZOFFSETFROM:+0200 TZOFFSETTO:+0100 END:STANDARD BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:16010325T020000 RRULE:FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU;BYMONTH=3 TZOFFSETFROM:+0100 TZOFFSETTO:+0200 END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE BEGIN:VEVENT CLASS:PUBLIC CREATED:20230210T081804Z DESCRIPTION:10 Jahre Jugendarbeit in einer Öffentlichen Bibliothek: Ein er folgreiches Projekt\nHeinz Oehen und Sibylle Rudin\nIn einigen Filialen de r GGG Stadtbibliothek Basel kam es immer wieder zu Konflikten mit Jugendli chen. Statt diese wegzuweisen\, sollten sie explizit willkommen geheissen werden. Dazu wurde vor 10 Jahren in Kooperation mit der Organisation Jugen darbeit Basel (JuAr) ein Pilotprojekt gestartet. Dieser erste Versuch\, di sziplinarische Probleme zu lösen\, hat sich unterdessen zu einem umfassen den und in der Schweiz einzigartigen Konzept der «Jugendarbeit in der Bib liothek» entwickelt.\nIn der GGG Stadtbibliothek Basel sind die Jugendlic hen seit jeher Teil der Kundschaft\, vor allem in Quartieren mit Migration shintergrund. Die Jugendlichen treffen sich in der Bibliothek\, machen Hau saufgaben\, schreiben Vorträge für die Schule und Bewerbungen. Aber auch gamen und chillen sind angesagt. Die Einführung des kostenlosen WLANs st eigerte die Attraktivität von Bibliotheken für Jugendliche zusätzlich.\ nIn den Basler Bibliotheken bestand vor zehn Jahren eine gewisse Ratlosigk eit darüber\, wie das Personal mit Jugendlichen\, welche den Bibliotheksb etrieb stören\, umgehen soll. Statt die Polizei zu rufen\, wollte die Bib liothek den Jugendlichen auf Vertrauensbasis begegnen und sie so auch für s Lesen\, Schreiben und Entdecken mit analogen und digitalen Mitteln begei stern.\nMittlerweile sind zwei Jugendarbeitende mit insgesamt 120 Stellenp rozent angestellt\, im Winter zusätzliche 40%. Die Finanzierung geschieh t unterdessen durch den Kanton und eine Stiftung.\nSpielerische Leseförde rung in den Bibliotheken\nJugendliche\, die die Bibliothek als Treffpunkt benützen\, werden einbezogen und vermehrt zur Beteiligung an kulturellen Inhalten eingeladen. Die Jugendarbeit leistet damit einen Beitrag zur auss erschulischen Bildung\, insbesondere im kulturellen und ästhetischen Bere ich und ist in Zusammenarbeit mit der Bibliothek ein wichtiges Element der spielerischen Leseförderung geworden.\nAnaloge Treffpunkte in einem medi atisierten Alltag\nAnaloge Treffpunkte sind in einer digitalisierten Welt essentiell geworden. Sie machen es möglich\, der Einsamkeit und Depressio nen\, die durch die Digitalisierung und durch die Pandemie zugenommen habe n\, entgegenzuwirken. In der Bibliothek kann eine gewisse Unabhängigkeit an einem sicheren Ort ausgelebt werden. Umgekehrt können aber auch Jugend liche\, denen im Elternhaus wenig Zeit gewidmet wird\, in einer anregenden Umgebung Ansprechpartner finden.\nOnline-Welt thematisieren und analoge A lternativen anbieten\nGerade heute\, in einer jugendlichen Lebenswelt\, di e vor allem virtuell geprägt ist\, wird es immer wichtiger im Dialog mit dem Jugendarbeitenden diese Welt zu justieren\, zu bewerten und zu diskuti eren. Mittels spannender Angebote werden auch Kenntnisse zum kreativen Geb rauch von Smartphones & Co vermittelt. Dabei gelingt es den Jugendarbeiten den kritische Fragen anzusprechen\, ohne mit der Keule zu schwingen. Es is t wichtig\, den Jugendlichen zu zeigen\, dass neben dem Konsum von digital en Medien\, die eigene Vorstellungskraft\, die Kreativität und die Fantas ie helfen\, Selbstwirksamkeit aufzubauen.\nSozialkompetenz stärken\nDie J ugendarbeit kann den jungen Menschen helfen\, sich auf vielfältige Weise ausdrücken zu lernen\, ihre Interessen wahrzunehmen und in einem partizip ativen Kontext umzusetzen. Gerade das Miteinander verschiedener Generation en und Zielgruppen werden in einer Bibliothek geübt.\nMitarbeitenden/ erw eitertem bibliothekarischem Fachkreis den Umgang mit Jugendlichen näherbr ingen\nDie Jugendarbeit versucht auch das Bibliothekspersonal einzubeziehe n\, indem sie sowohl im Alltag als auch in Workshops die Mitarbeitenden sc hult. Auch im Rahmen von Bibliotheksweiterbildungen (Schweiz und Deutschla nd) vermitteln die Jugendarbeitenden ihr Wissen zur Jugendarbeit in Biblio theken. Ab 2023 ist ein Ausbildungsplatz in der Bibliothek im Rahmen des B achelors «Soziale Arbeit» geplant.\nKurzbiografien\nHeinz Oehen:\nAusbil dung Bibliothekar VSB\, Kaderkurs an der Höheren Wirtschafts- und Verwalt ungsschule (HWV) Luzern. Seit 1991 bis heute Leitung der Hauptstelle Schmi edenhof\, Cheflektor und Vizedirektor der GGG Stadtbibliothek Basel\nSibyl le Rudin:\nStudium der Geschichte in Basel und MAS Educational Technology (Pädagogischen Hochschule) in Luzern. 2000 bis 2014 Geschäftsleitungsmit glied der Kantonsbibliothek Baselland (Leiterin Kinder und Jugend). Heute Vizedirektorin und Leiterin Filialen und Leseförderung in der GGG Stadtbi bliothek Basel.\n\n DTEND;TZID="W. Europe Standard Time":20230503T173000 DTSTAMP:20230210T081804Z DTSTART;TZID="W. 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10 Jahre Jugendarbeit in einer &Ou ml\;ffentlichen Bibliothek: Ein erfolgreiches Projekt

Heinz Oehen und Sibylle Rudin

In einigen Filialen der GGG Stadtbibliothek Basel kam e s immer wieder zu Konflikten mit Jugendlichen. Statt diese wegzuweisen\, s ollten sie explizit willkommen geheissen werden. Dazu wurde vor 10 Jahren in Kooperation mit der Organisation Jugendarbeit Basel (JuAr) ein Pilotprojekt gestartet. Dieser erste Versuch\, disziplinarische Probleme zu lö\;sen\, hat sich unter dessen zu einem umfassenden und in der Schweiz einzigartigen Konzept der & laquo\;Jugendarbeit in der Bibliothek»\; entwickelt.

In de r GGG Stadtbibliothek Basel sind die Jugendlichen seit jeher Teil der Kund schaft\, vor allem in Quartieren mit Migrationshintergrund. Die Jugendlich en treffen sich in der Bibliothek\, machen Hausaufgaben\, schreiben Vortr& auml\;ge fü\;r die Schule und Bewerbungen. Aber auch gamen und chillen sind angesagt. Die Einfü\;hrung des kostenl osen WLANs steigerte die Attraktivitä\;t von Bibliotheken fü\;r Ju gendliche zusä\;tzlich.

In den Basler Bibliotheken bestand vor zehn Jahren eine gewisse Ratlosigkeit darü\;ber\, wie das Personal mit Jugendlichen\, welche den Bibliotheksbetrieb stö\;ren\, umgehen s oll. Statt die Polizei zu rufen\, wollte die Bibliothek den Jugendlichen a uf Vertrauensbasis begegnen und sie so auch fü\;rs Lesen\, Schreiben u nd Entdecken mit analogen und digitalen Mitteln begeistern.

Mit tlerweile sind zwei Jugendarbeitende mit insgesamt 120 Stellenprozent ange stellt\, im Winter zusä\;tzliche 40%.  \;Die Finanzierung geschieh t unterdessen durch den Kanton und eine Stiftung.

Spielerische Lesefö\;rderung in den Bibliotheken
Jugendliche\, die die Bibliothe k als Treffpunkt benü\;tzen\, werden einbezogen und vermehrt zur Betei ligung an kulturellen Inhalten eingeladen. Die Jugendarbeit leistet damit einen Beitrag zur ausserschulischen Bildung\, in sbesondere im kulturellen und ä\;sthetischen Bereich und ist in Zusamm enarbeit mit der Bibliothek ein wichtiges Element der spielerischen Lesef& ouml\;rderung geworden.

Analoge Treffpunkte in einem mediatisie rten Alltag
Analoge Treffpunkte sind in einer digitalisierten Welt esse ntiell geworden. Sie machen es mö\;glich\, der Einsamkeit und Depressi onen\, die durch die Digitalisierung und durch die Pandemie zugenommen hab en\, entgegenzuwirken. In der Bibliothek kann eine gewisse Unabhä\;ngi gkeit an einem sicheren Ort ausgelebt werden. Umgekehrt kö\;nnen aber auch Jugendliche\, denen im Elternhaus wenig Zeit gewidmet wird\, in einer anregenden Umgebung Ansprechpartner finden.

Online-Welt themat isieren und analoge Alternativen anbieten
Gerade heute\, in einer jugen dlichen Lebenswelt\, die vor allem virtuell geprä\;gt ist\, wird es im mer wichtiger im Dialog mit dem Jugendarbeitenden diese Welt zu justieren\ , zu bewerten und zu diskutieren. Mittels spannender Angebote werden auch Kenntnisse zum kreativen Gebrauch von Smartphones &\; Co vermittelt. Da bei gelingt es den Jugendarbeitenden kritische Fragen anzusprechen\, ohne mit der Keule zu schwingen. Es ist wichtig\, den Jugendlichen zu zeigen\, dass neben dem Konsum von digitalen Medien\, die eigene Vorstellungskraft\ , die Kreativitä\;t und die Fantasie helfen\, Selbstwirksamkeit aufzub auen.

Sozialkompetenz stä\;rken
Die Jugendarbeit kann de n jungen Menschen helfen\, sich auf vielfä\;ltige Weise ausdrü\;ck en zu lernen\, ihre Interessen wahrzunehmen und in einem partizipativen Ko ntext umzusetzen. Gerade das Miteinander verschiedener Generationen und Zi elgruppen werden in einer Bibliothek geü\;bt.

Mitarbeitende n/ erweitertem bibliothekarischem Fachkreis den Umgang mit Jugendlichen n& auml\;herbringen
Die Jugendarbeit versucht auch das Bibliothekspersonal einzubeziehen\, indem sie sowohl im Alltag als auch in Workshops die Mita rbeitenden schult. Auch im Rahmen von Bibliotheksweiterbildungen (Schweiz und Deutschland) vermitteln die Jugendarbeitenden ihr Wissen zur Jugendarb eit in Bibliotheken. Ab 2023 ist ein Ausbildungsplatz in der Bibliothek im Rahmen des Bachelors «\;Soziale Arbeit»\; geplant.

Kurzbiografien

Heinz Oehen:Ausbildung Bibliothekar VSB\, Kaderkurs an der Hö\;heren Wirtschafts - und Verwaltungsschule (HWV) Luzern. Seit 1991 bis heute Leitung der Haup tstelle Schmiedenhof\, Cheflektor und Vizedirekt or der GGG Stadtbibliothek Basel

Sibylle Rud in: \;
Studium der Geschichte in Basel und MAS Educational T echnology (Pä\;dagogischen Hochschule) in Luzern. 2000 bis 2014 Gesch& auml\;ftsleitungsmitglied der Kantonsbibliothek Baselland (Leiterin Kinder und Jugend). Heute Vizedirektorin und Leiterin Filialen und Lesefö\;r derung in der GGG Stadtbibliothek Basel.

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