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Was wissen wir über unsere track02.cda? Wir sehen sie als Vater und Mutter, aber wir nehmen selten wahr, dass sie ein Leben ohne uns haben, ein Leben vor unserer Existenz, ein Leben, in dem sie eine andere Rolle als Vater oder Mutter spielen. In den siebziger Jahren machten sich viele Söhne auf die Suche nach ihren Vätern, nach Vätern, die der Ideologie nationalsozialistischen Wahns aufgesessen, für diese Ideen in den Krieg gezogen und enttäuscht und verstört zurückgekommen waren. Oft blieben die Konturen der Suchbilder unscharf, die Väter entzogen sich den bohrenden Fragen ihrer Söhne. Ihr Interesse an Aufklärung war gering, und mit der Verdrängung ließ sich leben.
Mütter geben bereitwilliger Auskunft über ihr Leben. Es scheint, dass sich die Psyche nicht so leicht hintergehen lässt, dass Glück und Schmerz Rechtfertigung fordern und Taten Rechenschaft.
Erika Wimmer ist in ihrem Roman „Im Winter taut das Herz“ dem Leben einer Mutter nachgegangen, hat die Perspektive der Tochter eingenommen, die sich langsam diesem Menschen, der Mutter, annähert. Die Tochter sucht nach Erklärungen für die lange zurückliegende Entscheidung der Mutter, ihren Ehemann, den Vater der zwei Töchter, zu verlassen, um mit einem anderen Mann zu leben. Bert, so der Name des Mannes, war todkrank. Nur ein Jahr gemeinsame Zeit war den beiden Liebenden vergönnt. Von der Krankheit wusste die Mutter allerdings nichts, als sie zu ihm zog an die Nordsee. Nach seinem Tod ging sie in die Heimat zurück, zunächst gelähmt und sprachlos, bis sie nach einem halben Jahr zu schreiben begann, Tagebücher, Briefe, adressiert an den toten Geliebten. Nach vierzehn Jahren – die Mutter war längst in ihr gewohntes Leben zurückgekehrt – verschwand sie erneut, verschenkte Hab und Gut und zog wieder in jene Küstenregion, in einen Leuchtturm, der ihr von einem ehemaligen Nachbarn als Unterkunft zur Verfügung gestellt wurde. Auch die Motive für dieses wortlose zweite Verschwinden der Mutter enthüllen sich der Tochter erst nach und nach.

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„Das Leben meiner Mutter ließ sich, beginnend mit dem Tag am See, Stück für Stück nachzeichnen, die einzelnen Fragmente und Episoden, die Entscheidungen und ihre Folgen setzten sich allmählich nahtlos zusammen, nur Begründungen blieben aus“, setzt die Stimme der Tochter ein.
Begründungen weiß die Mutter selbst nicht immer zu geben, und so bleiben auch am Ende noch Leerstellen übrig, nachdem das Muster dieses Lebens gezeichnet und sichtbar gemacht wurde. Indem die Tochter immer mehr begreift, hört sie auf, Kind zu sein, und kann der Mutter das Eigenständige zugestehen. Dazu gehört Distanz, das Abrücken von Vertrautem, um eine neue Perspektive zu gewinnen. „Auf ihren Zug aufzuspringen und ein Stück weit mitzufahren, ist mein Versuch. Indem ich ihrem Leben näher rücke, schaue ich aus einer neuen Warte auf mich selbst.“
Die Tage am See, die Mutter und Tochter gemeinsam erleben, bilden den Ausgangspunkt für die Rekonstruktion der Geschichte. Und die wird eingeleitet mit einem Satz, der das Geheimnis der Mutter birgt: „Eines hätte niemals geschehen dürfen damals, und doch hätte sie es nie ungeschehen machen wollen, gerade das nicht, sagte sie.“ Was dieses „eine“ ist, das in seiner Unausweichlichkeit die ganze tragische Dimension der Lebensgeschichte ausmacht, wird erst ganz am Schluss enthüllt, nachdem die Mutter selbst durch die Tagebucheintragungen und die Tochter durch Passagen, in denen sie die Ereignisse rekonstruiert, zu Wort gekommen sind.
Die Tagebucheintragungen geben die Gedanken und Gefühle der Mutter nach dem Tod des geliebten Mannes wieder und werfen rückblendenartig ein Licht auf die gemeinsame Zeit mit ihm, das Kennenlernen, die Ankunft an der Nordsee, die Arbeit im Haus und auf den Feldern. Wir erfahren, dass der Nachbar, der Besitzer des Leuchtturms, ein guter Freund des Geliebten – und ein Intrigant war, dass Berts Sohn Lenz, der bei ihm wohnte, von Berts Frau, längst von ihm getrennt, zurückgefordert wurde, was zu großen Spannungen zwischen der Mutter und Bert führte, dass die Mutter manchmal nahe daran war aufzugeben, als die Schwierigkeiten zu groß wurden, dass aber ihre Liebe siegte und sie standhalten ließ.
In den Leuchtturm-Passagen, den Rekonstruktionen aus der Sicht der Tochter, werden die Handlungsmotive der Mutter Schritt für Schritt deutlich. In den ersten Monaten empfindet die Mutter ihr Leben im Leuchtturm „als die einzig mögliche und wirkliche Form des Daseins“. Die Reduktion auf die einfachsten Tätigkeiten – essen und trinken, aufs Meer sehen, spazieren gehen – geben ihr das Gefühl eines auf den Augenblick konzentrierten Daseins: „Es war das Nichts-kommt, was sie mit dem Ort ihres Aufenthaltes vollständig verband, und es war das Nichts-muss, was ihre Blicke über Meer und Land vollkommen glücklich machte.“ Nachts in ihren Träumen erscheinen der Mutter Menschen, die ihr Geschichten erzählen, von Liebe, Glück und Unglück, von Gelebtem und Ungelebtem, und nie gehen sie gut aus. „Sie fragte sich, weshalb die Geschichten der Menschen schwer, dunkel, gewaltsam sein mussten, weshalb es in diesen Geschichten nichts Helles und Leichtes gab.“ In den Träumen der Mutter, wir ahnen es schon, spiegelt sich das eigene Unbewusste, das Verdrängte, das sich auf diese Weise einen Weg bahnt.
Das verborgene Geheimnis bricht an dem Tag hervor, als der Mutter ein Brief in die Hände fällt, den sie längst verloren glaubte. Das erneute Lesen schleudert sie in die Vergangenheit zurück und führt zu einem Zusammenbruch, zu Klinikaufenthalt und Therapie. In dem Brief klagt Berts Frau die Mutter an, sich an dem Sohn Lenz schuldig gemacht zu haben. Es bedarf dieses Zusammenbruchs und des langsamen Sich-Hervorarbeitens, das einer Geburt gleicht, bis die Mutter die Geschichte als ihre eigene, als ihr Lebensmuster, annehmen kann. „Ohne einige Schritte, die aus einer bestimmten Warte gesehen besser nie gemacht worden wären“, sagt sie, sei ihr Leben nicht zu denken.
Behutsam und ohne spektakuläre Enthüllungen lässt Erika Wimmer Mutter und Tochter Mosaiksteinchen zusammentragen, bis sich ein vollständiges Bild vor uns ausbreitet. Die Autorin hält die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, bis das Geheimnis enthüllt und die Mutter in den Augen der Tochter und der Leser längst über ihre Mutterrolle hinausgewachsen und eine Frau mit einem unverwechselbaren Leben geworden ist.

 


Rezensionen 2003

 

Helene Flöss, 'Löwen im Holz'
Innsbruck: Haymon, 2003, 224 Seiten.

Eine Rezension von Kuppelwieser Marlene

Ein packendes Buch, das man möglichst schnell zu Ende lesen möchte. Und sei es auch nur, um endlich zu erfahren, ob das Kind, dem Großmutter Lona die Geschichte erzählt, nun ein Mädchen oder ein Junge ist. Die Antwort auf diese einfache Neugier kommt auf Seite 95. Die Antwort auf den Sinn oder Unsinn des Krieges hat man von Anfang an.

Bei Löwen im Holz handelt es sich um eine internationale Tirolergeschichte: nicht nur der Hintergrund des Grödnertals und die vielen Dialektausdrücke im Vokabular und in den Redewendungen sind unverwechselbar tirolerisch, oder besser gesagt, südtirolerisch, sondern auch die ganz spezifischen Sitten und Gebräuche und die historischen Erfahrungen.
International ist diese Geschichte insofern, als Armut und Unrecht im Krieg alle Menschen gleich betreffen. Der Tiroler, Italiener und Slawe leidet in Russland gleich wie der Russe im Grödental. Das Jahr eines Bauern folgt in der Ukraine den gleichen Rhythmen wie in Südtirol.

Helene Flöss lässt eine Großmutter ihrem Enkelkind die Geschichte ihres Lebens und ihrer Liebe zu ihrem Mann erzählen, der den Ersten Weltkrieg miterlebt und –erlitten hat. Das Kind fühlt sich bei der Großmutter ebenso geborgen wie ihr Mann es ein Leben lang getan hatte. Das einzige Element, das ihm Furcht einflößt, sind die geschnitzten Holzstühle der Großmutter mit den aufgesperrten Löwenmäulern. Diese Stühle begleiten Lonas ganzes Leben, wie eine symbolhafte Konstante. Ob positiver oder negativer Natur bleibt dahingestellt.
Auf jeder Seite sind Privates und Geschichte eng miteinander verflochten, das geht vom Bau der Grödnerbahn bis hin zum Verrat der Welschtiroler durch Österreich und die Umtaufung der Tiroler durch die Faschisten. Öffentliches wird zu Privatem und umgekehrt, dort wo man sogar für eine Prozession die Genehmigung der Carabinieri braucht.
Den Hauptteil des Romans bestimmt der Erste Weltkrieg, während der Zweite nur noch eine Art Nachwort darstellt. Dieses ungleichmäßige Verhältnis erklärt sich aus der Ansicht der Großmutter, für die es nur einen Weltkrieg plus eine Art Imitation gegeben hat, auch wenn diese ihm den Sohn genommen hat.

Der Krieg wird schon bald zum Alltag: „Die sechstausend Russen haben es von ihrer Heimat bis ins Grödental gleich weit wie es der Fidl von hier bis in die Ukraine hat.“ Großmutter Lona ist bereits als junges Mädchen intelligent genug zu sehen, dass zwischen den russischen Kriegsgefangenen hier und ihrem Fidl dort kein Unterschied besteht. „In ihrer Verzweiflung graben die Russen sogar Schweinekadaver aus und rühren sich das Knochenmehl mit Wasser an“. (S. 50-51) Am Sonntag aber singen sie zur Überraschung der Tiroler in der Kirche mit.
Aus solch knappen Bemerkungen geht das Gefühl der einheimischen Bevölkerung hervor: Staunen, dass es sich bei diesen elenden Wracken um Menschen handelt, und Mitgefühl.
Wenige Tiroler sind zum Kampf bereit, die deutschen Tiroler sind ebenso wie die italienischsprachigen Trentiner Bauern, und ein Bauer kümmert sich nicht um die große Politik, die „seit alters her ein schäbiges Geschäft ist. Was ist denn auf die Österreicher für ein Verlaß im Achtzehnerjahr? Was ist denn auf die Deutschen für ein Verlaß? Die einen wie die anderen verschachern Land und Leute, wie es ihnen paßt.“ (Seite 199).
Ein Tiroler kämpft nicht fürs Vaterland, er kennt auch keine Heimat: „Für uns Bauersleute ist die Heimat das Hoamatl… Es ist das Dach überm Kopf, der Wind im Korn, die Wiese zum Draufsitzen, die Menschen, die sich untereinander mögen, derselben Arbeit nachgehen, dieselben Sorgen haben“ (S. 48).
Alle Soldaten und Heimkehrer fühlen sich gleich „angestrichen“. So wie Emilio seinem Freund Fidl erzählt, wie ihm die italienische Regierung Schuhe mit Pappsohle lieferten, die wie Leder angemalt war, sich aber nach wenigen Stunden im Schlamm auflöste, so staunt ein Vierteljahrhundert später der Tiroler Nazi Silvester nach Kriegsende darüber, „daß sie sich von diesem Verbrecher derart haben anstreichen lassen“ (S. 203).
Fidl überlebt den ersten Weltkrieg vor allem deshalb, weil er aus Gewohnheit versehentlich bei den Slawen und Trentinern geblieben ist, als Deutscher wäre es ihm wohl schlimmer ergangen. So gerät er bald in Kriegsgefangenschaft, wo er sechs Jahre lang bleibt. Viele sind froh darüber, dem Krieg auf diese Weise zu entrinnen, auch wenn sie jetzt den Wogen der Russischen Revolution ausgesetzt sind. Aber wenigstens liegen sie nicht mehr im Graben, taub vor Lärm und Kälte und vergiftet von den schwefelgelben, schweren Schwaden, die oft wie eine Dunstglocke über ihnen hängen. „Jeder hustet und keucht und würgt an dem Zeug aus der Lunge. / Das Echo dieses Höllenlärms geistert noch lange in den wilden Wänden herum. Und darüber der blaue, unbeteiligte Himmel.“ (S. 90). Diese Gleichgültigkeit der Natur dem großen Elend gegenüber kommt an mehreren Stellen zum Ausdruck. Doch hat sie manchmal auch etwas Tröstliches: „Die Landschaft ist gut, lind, ohne Geheimnis und doch voller Wunder, vor denen man sich nicht zu fürchten braucht“, so sieht Fidl die russischen Birkenwälder, den fruchtbaren Boden, auf dem er steht. (S. 120).
In ständigem Wechselrhythmus bricht die Erinnerung des Soldaten durch, die ihn nie mehr verlassen wird, unverkennbar in Sprache und Bild aus der Sicht eines Tiroler Bauern: „Die Schädel [der Toten] klappern über Stock und Stein. Von den Körpern sind Uniform und Wäsche bald abgestreift. Die Steine, mit den hängengebliebenen Fetzen von Haut und Haaren, schauen aus, als hätten sie die Räude“ (S. 123).
„Der Fidl dankt dem Himmel still und laut, dass er jetzt ein Gefangener und kein Krieger mehr ist.“ (S. 121).
Oft sind es kleine Gegenstände aus dem Alltag, die den großen Betrug am besten aufdecken, wie die Postkarte in neun Sprachen mit dem vorgedruckten Text „Es geht mir gut“. Nähere Ergänzungen sind verboten.

Die Sprache ist von einem beharrlichen, mitunter sogar hektischen Rhythmus bestimmt. Der Bauer, der weiß, dass er nicht so gut sprechen kann wie ein „Studierter“, aber trotzdem das Erlebte so anschaulich wie möglich wiedergeben will – oder aus einem unbezwingbaren Instinkt heraus wiedergeben muss – häuft Verben, Adjektive und Synonyme in einer Reihe wie die Perlen eines Rosenkranzes. Auch das macht die Tiroler Bauernsprache aus. Wie so oft aber sind gerade die einfachen Leute imstande, zwischen den Zeilen zu lesen und sich nicht anstreichen zu lassen. Um so schlimmer ist es, trotzdem mitmachen zu müssen: die Erkenntnis kommt für Deutsche wie für Italiener: „Bleiben wird nichts als die verpfuschte Sehnsucht einer verunglückten Generation“ (S. 171).

Ein lesenswertes Werk, einnehmend, lehrreich und dank der Konstanz in Sprache und Inhalt, die auf den gut 200 Seiten gleichermaßen überzeugend ist, nie ermüdend.


Rezensionen von Otto Licha

 

 

 

 
 

Markus Köhle, 'Pumpernickel'
Innsbruck: Skarabaeus, 2003, 128 Seiten.

Wer sich ein Tiroler Buch erwartet hat, wie etliche andere es sind, so eines mit Erzählungen und so, der läuft vorerst blau an. Nicht wegen eines zu großen Gold-Delicious-Brockens, nein, sondern wegen der ersten Geschichte „Falsche Fährte?“, die dem Betthupferl für Erwachsene, Teil 1, folgt. Den Betthupferl-Start habe ich zunächst irgendwie als Vorwort interpretiert – ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Und dann braucht Markus Köhle eine ganze Kurzgeschichte lang, um fünf Minuten zu erzählen. Ich gehe die Möglichkeiten durch:
a)Er ist ein Langsamdenker.
b)Er hat nicht viel erlebt und muss daher das Wenige langsam beschreiben.
c)Er betrachtet die Welt in Zeitlupe, weil
*)die Zeit so schnell vergeht,
*)auch Sportübertragungen häufig eine Wiederholung in Zeitlupe bieten,
*)man der Hast der modernen Zeit entgegenzuwirken hat.
d)Er möchte alles anders machen.
Und jetzt stockt’s. Ich weiß, da muss ein e) her, das die Lösung ist, aber das e) steckt in Hals, Hirn, Herz, Bauch und so weiter. Das Buch stellt sich quer wie eine Gräte eines genussvoll verspeisten „Mero“, dessen Namen ich auf Deutsch nicht weiß. Verflixt, da schreibt einer in einer ganz besonderen Weise, und mir steckt das Buch im Hals.
Und dann geschieht es: als sich Adams allerersten Apfels erstes riesiges Stück via vierfachen Klopfens seitens der Fähren-Stewardess Eva samt Speibschwall den Weg ins Freie bahnt, löst sich die Gräte und ich bin dem Lachkrampf verfallen, wache spätnachts noch auf und lache über die AUA, die zusammen mit ausnahmslos allen in der Adria versinkt. Und zwar lache ich, weil
a)ich an einen guten Witz denke,
b)die AUA eine irrlustige Fluglinie ist,
c)man doch auf einer Fähre nach Griechenland keinen Apfel, und schon gar nicht seinen ersten isst,
d)alle aus Markus Köhles Geschichten so irre Namen haben: Artemis, Manfred, Adam, Max Mustermann, Knut Knaller, Martha Mahlknecht, fehlt nur noch Erwin,
e)endlich e), weil Markus Köhle ein traumhafter Entertainer ist, ein irrer Performer, der es mit allen Haders und Dorfers aufnehmen kann, weil er sich nicht nur des gefilmten und nicht nur des theatralischen bzw. radiophonen Mediums bedient, sondern auch vor allem des geschriebenen.
Aus ist’s mit der Vorstellung vom Betthupferl-Vorwort. Ich warte jeweils sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser Leitgeschichte wie ein Kind der Fünfziger und Sechziger des vorigen Jahrhunderts auf das Traummännlein gewartet hat. Das Ende dieser siebenteiligen Erzählung über Knut und Martha ist schließlich wie ein Tritt in den Hintern, nach dem man ganz besonders gut schlafen kann. Doch zuvor gibt es noch die Zwischen-Geschichten. Diese Erzählungen, die manchmal das gewisse kriminalistische Etwas an sich haben, gleiten nach dem Kotzen des ersten Apfelbrockens hinunter wie Apfelmus. Der Höhepunkt ist schließlich die Schlafsack-Story aus St. Johann. Dort ist ja unter anderem der Jochen Burger mit seinem Literaturkreis daheim, hallo Jochen, dort fühlt sich ein Literat wohl.
„Pumpernickel“ (warum’s so heißt, ist irr, lest bitte selbst!) von Markus Köhle aus Nassereith – ich kann’s nur empfehlen.

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Marked as newClaudia Paganini: Panopticon.
Eine Rezension von Sylvia Tschörner. [Dez. 2003]


Armin Gatterer: Augenhöhen. Essays zu Politik und Kultur.
Eine Rezension von Johann Holzner. [Nov. 2003]


Josef Feichtinger: Sadistik und Satire. Hg. und mit einem Vorwort von Toni Bernhart.
Eine Rezension von Anton Unterkircher. [Nov. 2003]

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Rezensionen in Arbeit:  

 

 

 


Hans Aschenwald:
 Wurzelfieber. Gedichte.
Berlin: Wagenbach, 2003.
Hier erscheint demnächst eine Rezension von Christine Riccabona.


Christoph W. Bauer: Fontanalia. Fragmente.
Innsbruck: Haymon, 2003. [limitierte Auflage mit 499 Stück]
Hier erscheint demnächst eine Rezension von Günter Vallaster.

 

 

 

 

 

 

 


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Feichtinger, Josef

  Rezension von:

 Anton Unterkircher zu Sadistik und Satire [November2003]

 

 

 

Flattinger, Hubert

  Rezension von:

Sylvia Tschörner zu Höhenangst [Dezember 2002]
Sylvia Tschörner zu Walt [Dezember 2002]


 

[September, 2002]

  • älköälk
    kopo
  • äöläölä

 

J

 

 

Jursitzka, Angela

  Rezension von:

Marlene Kuppelwieser zu Das Gähnen der Götter. Tirol vor 2299 Jahren
[Februar 2004]

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