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Erwin Schrödingers „favourite place on earth”: Alpbach

 

Erwin Schrödinger (1887–1961), geboren und gestorben in Wien, ist einer der Begründer der Quantenmechanik und erhielt gemeinsam mit Paul Dirac 1933 den Nobelpreis für Physik. Als Sproß einer Akademikerfamilie unternahm er bereits in seiner Kindheit verschiedene Reisen – besonders das malerische Dorf Alpbach faszinierte ihn so sehr, dass er dorthin im Laufe seines Lebens immer wieder zurückkehrte.
In Alpbach verbrachte er seine Zeit hauptsächlich mit dem Ausarbeiten physikalischer Theorien, wie der Briefwechsel mit Einstein und anderen Kollegen zeigt. Seine andauernden Atemwegsbeschwerden bewegten ihn mit zunehmendem Alter dazu, häufiger in das auf 1000 Meter Seehöhe gelegene Dorf zu reisen, um Liegekuren zu machen. Zusätzlich nahm er als Vortragender etwa 1951 oder 1952 an den Österreichischen Hochschulwochen, die heute als Europäisches Forum Alpbach bekannt sind, teil. Seine Verbundenheit mit Alpbach war so tief, dass er auf seinen Wunsch hin auf dem Friedhof der Pfarrkirche St. Oswald in Alpbach begraben wurde.

Diese Kirche ist auf zwei Ansichtskarten zu sehen. Die Karten wurden nie abgeschickt, was daran liegen könnte, dass Schrödinger lieber ausführliche Briefe mit Ausführungen zur Physik verfasste als kurze Urlaubsgrüße. Die drei Postkarten verkörpern dennoch eine wichtige Charakteristik der Sommerfrische: Der Aufenthalt im favorisierten Sommerfrischeort wird für die Personen so „normal“, dass sie es gar nicht mehr für nötig halten, Ansichtskarten zu versenden. Der Sommerfrischeort wird zum Zweitwohnsitz.

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FIBA, Sig. 271-012-Alpbach

  

Die Entstehung der Ansichtskarten lässt sich sehr grob zwischen 1902 und 1960 datieren. Eine genauere Datierung ist kaum möglich, da Ansichtskarten meistens nur einmal aufgelegt werden und dann möglicherweise sehr lange in Umlauf sind.  (Lokal-)Historiker*innen würden anhand von Vergleichen sicherlich genauere Datierungen anbieten können.
Alle drei Ansichtskarten tragen den Stempel „Echte Photographie“. Diese Fotopostkarten können sowohl in Klein- oder Kleinstauflagen als auch industriell als Massenauflage gefertigt worden sein. Sie konnten außerdem schnell produziert werden. Diese Flexibilität war ein Vorteil gegenüber gedruckten Postkarten.

Nina Sieberer

 

© Brenner-ArchivBitte einsteigen! Der Bus fährt ab, in Brixlegg in den Zug Richtung Innsbruck einsteigen, dort umsteigen in den Bus zur nächsten Station Aldrans!


 
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   Station 18: Toblach oder auch in 


    

© Brenner-Archiv   Station 21: Carl Dallago am Gardasee

Literatur

Ansichtskarten (ohne Angabe des Fotografen/der Fotografin oder eines Verlags): FIBA, Nachl. Erwin Schrödinger, Sig. 271-012-Alpbach. Pfarrkirche St. Oswald Alpbach (Sig. -003), Böglerhof Alpbach (Sig. -005), Pfarrkirche St. Oswald Alpbach 2 (Sig. -006).

© Österreichische NationalbankBanknote 1000 Schilling, Vorderseite. Ausgabe: 14.11.1983, Einziehung: 20.04.1998, Entwurf: Robert Kalina. Quelle und Copyright: Österreichische Nationalbank. Link

Karl Meyenn: Eine Entdeckung von ganz außerordentlicher Tragweite. Schrödingers Briefwechsel zur Wellenmechanik und zum Katzenparadoxon. Berlin, Heidelberg: Springer 2011.

Walter J. Moore: Schrödinger. Life and thought. Cambridge: University Press 1989. (Zitat S. 457)

Graz Museum: [zur Postkartenindustrie] Online

 


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