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Max Esterle blickt auf den Schlern - und auf eine Frau im Dirndl

Eine der zentralen Ideen der Sommerfrische war jene des unberührten Bergidylls. In diesem Bild von Max Esterle ist ebendies trefflich dargestellt. Als Teil eines Zyklus aus vier Bildern spielt „Die vier Jahreszeiten / Der Sommer“ mit dem Licht und der Motivik, um sowohl die idyllische Ruhe, als auch die beeindruckende Pracht der Schlerngruppe hervorzuheben.
 

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Bei der Frau im Zentrum des Bildes handelt es sich sehr wahrscheinlich um Frau Philippine Kohn, mit der Max Esterle eng befreundet war und auf deren Burg er viele Sommer zubrachte. Kurz nach der Rückkehr des Künstlers aus der jahrelangen Kriegsgefangenschaft nach dem Ersten Weltkrieg entstanden, verkörpert das Bild, in Anlehnung an Giovanni Segantinis Alpentryptichon, beinahe eine Rückkehr in eine heile, ruhige Welt - weit entfernt vom Leid und den Strapazen der Jahre zuvor.

Und so wie die Brüder Grimm im Deutschen Wörterbuch die Sommerfrische als Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Land bezeichnen, steht dieses Bild für die Erholung des geplagten Menschen in der ruhigen Pracht im Schatten der Berge, in Gesellschaft einer in sich ruhenden, verwurzelten Persönlichkeit.

Dieses Gemälde ist als Diapositiv im Material zum Werkverzeichnis von Sibylle Tepser aus den 1980er Jahren im Brenner-Archiv dokumentiert. Der Aufenthaltsort des Originals ist unbekannt.

Stefan Laichner

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Literatur

Max (von) Esterle: [Eine Frau blickt über ein Kornfeld hinab auf Völs am Schlern], Tempera auf Pappe, entstanden in Völs am Schlern 1920/22, Diapositiv des Gemäldes. Forschungsinstitut Brenner-Archiv, Nachl. Max (von) Esterle, Sig. 073-003-089-001.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: „sommerfrische, f.“, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/21. Online.

Sibylle Tepser: Max von Esterle. Leben und Werk. Innsbruck: Phil. Diss. 1985.

 


 

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