Tagebücher

 
Methode

In den Denkbewegungen wie auch in den Kriegstagebüchern wurden die Texte nach dem norwegischen Transkriptionssystem MECS-Wit transkribiert – einem System, das es ermöglicht, Wittgensteins Aufzeichnungen originalgetreu, einschließlich seiner zahlreichen Änderungen, Streichungen und Varianten an Formulierungen, darzustellen. In der Buch-Edition werden die Texte in zwei Fassungen präsentiert – einer normalisierten bzw. Lesefassung und einer diplomatischen bzw. wissenschaftlichen Fassung.

In der normalisierten Fassung wird die letzte Variante im fortlaufenden Text wiedergegeben, alle weiteren sind als Fußnoten festgehalten. Schreibfehler Wittgensteins werden weitgehend erhalten und nur in Fällen von Unverständlichkeit korrigiert, wobei editorische Eingriffe gekennzeichnet sind.

In der diplomatischen Fassung sind alle Fehler wie auch Streichungen erhalten, die Varianten dort gesetzt, wo Wittgenstein sie setzte.


Kommentar

In einem Einzelstellenkommentar dienen Informationen biographischer, bibliographischer, zeit- und kulturgeschichtlicher Art als Hilfestellung für Textstellen, die dem gehobenen Durchschnittsleser unklar oder unverständlich sein könnten. Zum anderen enthält der Kommentar Hinweise auf weitere, ähnliche Textstellen im Nachlass Wittgensteins, zu denen ein gedanklicher Zusammenhang besteht.


Publikationen
  • Ludwig Wittgenstein. Denkbewegungen. Tagebücher 1930-1932/1936-1937. Hrsg. von Ilse Somavilla. Innsbruck: Haymon, 1997.
  • Dieses Tagebuch enthält neben Wittgensteins Auseinandersetzung mit persönlichen Lebensproblemen seine Reflexionen über Philosophie, Kunst und Kultur, Ethik und Religion.
  • "Wittgensteins Leiden des Geistes". In: Miscellania Bulgarica. Ethik und Religion im Werk Ludwig Wittgensteins. Hrsg. von Peter Kampits, Christo Choliolcev und Anja Weiberg. Wien: Verlag Ostag, 1999. S. 115-127.