Projektbeschreibung  ¦  ProjektmitarbeiterInnen

Literarischer Stadtspaziergang durch InnsbruckLiteratur-Land-Karte Tirol

"O was Tyrol für ein schönes Land iſt!"
(Brief an Caroline Herder. In: Johann Gottfried von Herder. Herders Reise nach Italien. Gießen 1859)


Tirol ist aufgrund seiner geografischen Lage in der Mitte Europas ein Anziehungspunkt für viele Reisende. Auch Autorinnen und Autoren verbrachten immer wieder Zeit in Tirol und nicht selten verarbeiteten sie ihre Eindrücke in ihren Werken. Das Projekt Literatur-Land-Karte Tirol, das vom Institut für Romanistik und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer Institute der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, insbesondere den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern des Forschungsschwerpunkts Kulturen in Kontakt (KiK), unterstützt wird, beschäftigt sich seit April 2006 mit all jenen Zeugnissen, die Schriftsteller und Schriftstellerinnen über Tirol hinterließen. Von Interesse sind dabei sowohl die in Literatur und Lebenszeugnissen dokumentierbaren Wahrnehmungen Tiroler Autorinnen und Autoren als auch jene Bilder, die Literaturschaffende des deutsch- und fremdsprachigen Auslandes von Tirol zeichneten. Neben Textbeispielen werden Daten zu Leben und Werk einzelner Autoren, Fotomaterial sowie Informationen zu den von den Dichtern beschriebenen Schauplätzen gesammelt, die einer breiteren Öffentlichkeit mittels verschiedener Medien zugänglich sind. So wurde das bereits bestehende Internetlexikon Literatur in Tirol und Südtirol des Brenner-Archivs um ein Kompendium literaturhistorischer Orte erweitert. Ein eigenes Portal macht es dem User möglich, Tirol literarisch zu erkunden. Darüber hinaus erschien 2009 im Haymon Verlag das Buch Innsbruck. Ein literarischer Stadtführer.
Mit der Veröffentlichung dieser Daten tritt die literaturwissenschaftliche Forschung aus dem Elfenbeinturm der Universität und präsentiert allen, die sich mit der "Hochkultur" wie mit der "Volkskultur" des Landes auseinander setzen möchten, eine Informationsbasis, die nicht nur nüchterne Fakten, sondern auch literarische Texte, Fotos, Faksimiles und am Ende auch einschlägige wissenschaftliche Darstellungen umfassen soll.
Im Oktober 2006 wurde das Projekt Literatur-Land-Karte Tirol vom FWF mit einem der 3. Preise für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet. 

 
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