Projektbeschreibung 

Aktuelles

 

Nachschau zum Aktionstag "Junge Uni" am Freitag, 4.11.2011

Werde ein Shootingstar!

Das Theater ist tot – es lebe das Theater! In unserem Quiz drehte sich alles um die Bretter, die die Welt bedeuten! Ihr begabt Euch auf die Spuren des Tiroler Volkstheaters, durftet Recherchen zur Geschichte der Innsbrucker Exl-Bühne anstellen und Originalhandschriften entziffern. Zum Schluss erwartete Euch eine besondere Begegnung, die Euch zum Shootingstar machte: In Felix Mitterers Stück Munde spielte der junge Tobias Moretti den Dachdeckergesellen Gerhard. In seine Fußstapfen galt es zu treten …

 
Frau Mundes Todsünden – Aktuelles

- Projektblatt Sparkling Science

- Startbericht des Sparkling Science Projekts, 25.11.2008

- Archivtag für Schüler, Brenner-Archiv, 28.5.2009

- Zwischenbericht des Sparkling Science Projekts, 14.12.2009

Präsentation Sparkling Science Projekte an der Universität Innsbruck, 21.4.2010

- Zwischenbericht des Sparkling Science Projekts, 19.10.2010 

- Gespräch mit Ekkehard Schönwiese, wiedergegeben von Christine Riccabona, Jänner 2011

- Erschlossener Vorlass Felix Mitterer (1975-1994) im Bestandsverzeichnis einzusehen, Mai 2011

- Interview mit Toni Bernhart, geführt von Barbara Hoiß, Mai 2011 

- Nachlassliste Exl-Bühne im Bestandsverzeichnis einzusehen, Nov. 2011

- Liste Sammlung Rezensionen Exl-Bühne (1902-1942)

 

 
Das „archivierende Klassenzimmer“. Schüler/innen als Wissenschaftler/innen

Wie weit sind die Themen und Stoffe des zeitgenössischen Volksstücks wie bei Felix Mitterer im Vergleich zu älteren Stücken wie denen Franz Kranewitters von persönlichem und allgemeinem Interesse für die Jugendlichen?

Dieser Frage wurde in mehreren Unterrichtseinheiten mit den Schülerinnen und Schülern der 6A des BORG Telfs nachgegangen. Die Diskussion von Felix Mitterers Stigma regte die Schülerinnen und Schüler dazu an, sich Gedanken darüber zu machen, warum Stigma 1982 bei seiner Uraufführung einen Skandal ausgelöst hatte – und ob dies auch heute in Telfs noch möglich wäre. Hier einige Statements der Schülerinnen und Schüler:

 

„Man muss bedenken, dass die Uraufführung des Stückes vor mehr als 25 Jahren war. Damals waren die Kirche und auch die Zuseher noch nicht so offen gegenüber solchen Themen. Noch heute wird man Menschen finden, die das Stück kritisieren und es eine Schande finden, dass es aufgeführt wurde.“

„Meiner Meinung nach war Stigma ein Skandal, weil Felix Mitterer sehr gewagte Themen auf den Tisch legte: Unterdrückung von Dienstboten, Gewalt der Obrigkeiten, religiöser Wahnsinn, ungleich verteilter Reichtum, Ausbeutung des weiblichen Körpers als Arbeitskraft, als Projektionsfigur, als Sex-Objekt, als Mutter.“

„Sexualität ist kein Tabuthema mehr und auch die Meinungen gegenüber der Kirche haben sich geändert.“

„Selbst heute würde dieses Stück in Telfs noch kritisch betrachtet werden. Denn so frei und locker stehen die lieben Tiroler der Kirche immer noch nicht gegenüber, wie es immer dargestellt wird.“

Zeitungsartikel, Flugblätter und Leserbriefe aus dem Jahr 1982 halfen den Schülerinnen und Schülern, den Skandal zu rekonstruieren und nachzuvollziehen. Wie die Schülerinnen und Schüler das Stück gelesen haben, was ihnen gefallen hat bzw. was sie kritisiert haben, liefert einen wichtigen Beitrag zur Frage nach der Bedeutung von Volksstücken heute.

 

Als die Tiroler Volksschauspiele 1981 in Hall den ersten Spielsommer mit Franz Kranewitters Sieben Todsünden eröffneten, hatte auch dieses Stück Diskussionen ausgelöst – wie Kranewitters Stücke zu Lebzeiten allgemein. Die Auseinandersetzung mit dem Stück lösten in der Klasse intensive Diskussionen um das Thema der Todsünden aus damaliger und heutiger Sicht aus und veranlasste sie dazu, Kranewitters Todsünden neu zu betrachten und so zu adaptieren bzw. in die heutige Zeit zu transferieren, dass sich ein neuer Blick darauf ergeben konnte. Ihren eigenen „modernen“ Todsünden-Zyklus führten die Schülerinnen und Schüler in kurzen Einaktern auf und dokumentierten ihn in Form von Kurzfilmen.

 
Ausstellung „Regionale Identitäten“ (Comenius-Projekt),
BORG Telfs, 26.3.2009

   

Die Schülerinnen und Schüler der 6A präsentierten bei der Ausstellungseröffnung ihre ersten Ergebnisse aus dem Projekt. Auf Plakaten illustrierten sie die Geschichte des Volksschauspiels im Raum Telfs und stellten die Volksstückautoren Franz Kranewitter, Karl Schönherr und Felix Mitterer vor. Weiters skizzierten sie die Entwicklung der Tiroler Volksschauspiele Telfs mit Aufführungsfotos, Theaterplakaten und Zeitungsartikeln, die von Informationstexten der Schüler ergänzt wurden.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war aber ein Film, den die Schülerinnen und Schüler über Kunst und Kultur in der Region gestaltet und gedreht hatten. Themen des Films waren neben dem traditionellen Telfer Schleicherlaufen und zeitgenössischer Kunst in Telfs auch die Volksschauspiele Telfs, wobei die Schülerinnen und Schüler auch eine Szene aus Felix Mitterers „Stigma“ spielten.

 

Archivtag am Brenner-Archiv, 28.5.2009: Von der Kiste zum Buch... Die Schüler lernten den Archivalltag kennen, stöberten in Nachlasskisten, entzifferten handschriftliche Briefe, versuchten sich an der Entschlüsselung von Manuskripten und gestalteten Presseberichte und Ausstellungsvitrinen.

 

Besuch der Tiroler Volksschauspiele Telfs: Am 27. August 2009 besuchte die 6A-Klasse eine Aufführung von Ferdinand Raimunds "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" und sah somit erstmals lebendig auf der Bühne, wovon sie bisher im Projekt nur theoretisch gehört hatten.

 
Meinungsumfrage zu den Tiroler Volksschauspielen Telfs
(durchgeführt von Schülerinnen der 7A in Telfs)

„Im Auftrag vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv haben wir eine Umfrage zum Thema  Aktualität der Tiroler Volksschauspiele in Form von Fragebögen und Interviews durchgeführt. Die Fragebögen wurden 100 Lehrern und Schülern (7. und 8. Klasse) ausgehändigt und anschließend ausgewertet. Zusätzlich haben wir noch 10 weitere Passanten befragt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass viele Jugendliche kein Interesse an diesem kulturellen Ereignis zeigen und auch teilweise keine Ahnung haben, was die Tiroler Volksschauspiele sind. Im Gegensatz dazu zeigten sich die Lehrer sehr interessiert, beschrieben die Tiroler Volksschauspiele als wichtiges kulturelles Ereignis und legten vor allem Wert auf das hohe Niveau. Bei den Interviews haben die befragten Personen die Vielfalt gelobt, jedoch haben sie das Fehlen eines humorvollen Rahmenprogramms bemängelt. Die wohl schwerste Frage war, ob sie die Tiroler Volksschauspiele als identitätsstiftend sehen.“ (Schülerinnen der 7A)


 
Beispiel: WAS IST IHRE MEINUNG ZU DEN TIROLER VOLKSSCHAUSPIELEN?

 

     


 

 

 

 

 

 

Ergebnisse der Meinungsumfrage


 
Schüler machen Zeitung
Am 4. März 2010 erschien in der „Tiroler Tageszeitung“ eine von den SchülerInnen der 7A gestaltete Seite

 

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