Wanderausstellung

Paul Engelmann und das mitteleuropäische Erbe.
Der Weg von Olmütz nach Israel

In der zweiten Phase des Projekts wurde eine vom Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten unterstützte Wanderausstellung in einer nach dem Baukastenprinzip erweiterbaren Form erstellt. Bisherige Stationen waren Olmütz, Innsbruck, Aarhus, Prag, Belfast, Houston, Texas, Santa Fe de Bogotá und Medellin, Kolumbien.

Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg Paul Engelmanns von Olmütz über Wien nach Israel auf 14 Schautafeln visuell nach. Kulturhistorische Abbildungen stehen neben Abbildungen aus Engelmanns Leben und Werk. Leider gibt es aufgrund des tragischen Schicksals der Familie Engelmann nur mehr wenige authentische Aufnahmen. Das Bildmaterial wird durch Texte erweitert, die Hintergrundinformationen bieten. Durch die Zusammenführung von Wort und Bild sollen ein Eintauchen in eine versunkene Kultur und damit ein besseres Verständnis der Zeit und der Persönlichkeit Engelmanns ermöglicht werden. Diese Materialien werden durch zwei Modelle des Müller Hauses in Olmütz ergänzt. Bei diesem Haus handelt es sich (neben dem "Wittgenstein-Haus") um das einzig näher dokumentierte Gebäude Engelmanns, das noch erhalten ist.

Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Welten und die Vielseitigkeit Engelmanns im historischen und kulturellen Kontext: Engelmanns Olmützer Welt, siene Welt in Wien, seine Kontakte zu Ludwig Wittgenstein, zu Adolf Loos und Karl Kraus und schließlich seine Welt in Israel nach seiner Emigration 1934.

Die geographischen Schwerpunkte sind dementsprechend Olmütz, Wien und Israel. Die thematischen Schwerpunkte sind Architektur, Philosophie und Literatur.

Die Ausstellung und der dazugehörige zweisprachige Katalog Paul Engelmann und das mitteleuropäische Erbe. Der Weg von Olmütz nach Israel dienen als Basis und Anregung für die Auseinandersetzung mit Engelmann und seiner Zeit.