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Zu Gast im Brenner-Archiv

Maria Giovanna Campobasso als Ernst-Mach Stipendiatin am Brenner-Archiv

Maria Giovanna Campobasso. © Seit Mai 2021 ist Maria Giovanna Campobasso als Ernst-Mach Stipendiatin am Brenner-Archiv tätig und arbeitet an der Sammlung Friedrich Pfäfflin zu Karl Kraus. Ihre Forschungswerpunkte liegen auf den Gebieten des Theaters des 19. Jahrhunderts und der Zeitungskultur der Jahrhundertwende. Sie hat in Bari, Udine, Leipzig und Melbourne studiert und in München, Bonn, Berlin, Heidelberg und Münster gewohnt. Sie promovierte an den Universitäten Palermo und Düsseldorf im Fach Deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft und wird im September ihre Dissertation über Friedrich Hebbel verteidigen. Ziel Ihres neunmonatigen Forschungsaufenthalts am Brenner-Archiv ist die Untersuchung Karl Kraus‘ intertextuellen Schreibpraktiken am Beispiel zahlreicher Textpassagen aus „Fackel“-Artikeln, die er in einigen Szenen des Dramas Die letzten Tage der Menschheit übernimmt bzw. bearbeitet. Das besondere Augenmerk gilt den Dialogen zwischen dem Nörgler und dem Optimisten, in denen Kraus im großen Stil Artikel, Reportagen, Glossen und Fotografien aus den Jahren 1914-20 verwendet, um die hier zum Tragen kommenden polemischen Kernmotive (Dekadenz der Sprache, Lügenhaftigkeit des Heldentodes, Gewalt von Wahlslogans, Macht der Presse, Kritik am Patriotismus) ‚dokumentarisch‘ zu unterfüttern. Im Sommer 2021 erforscht Maria Giovanna auch an der Universität Ljubljana das Slowenienbild in der „Fackel“.

 

 



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