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Aktuelle Ausstellungen

Zugeeignet. Widmungen in Büchern der Nachlassbibliotheken des Brenner-Archivs

Eine Vitrinenausstellung mit Beiträgen von Markus Ender, Christine Riccabona, Ursula A. Schneider, Michael Schorner, Annette Steinsiek, Ulrike Tanzer, Anton Unterkircher, Erika Wimmer, Irene Zanol

Ein Buch mit einer Widmung zu versehen, ist eine alte Gepflogenheit. Diese kleinen handschriftlichen Paratexte habens's in sich, sie sind zumeist anlassbezogen und performativ: Sie drücken nicht nur Freundschaft und Wertschätzung aus, sie beinhalten oft auch subtile Botschaften, die nur durch die persönliche Beziehung zu verstehen sind, sie verbergen manchmal ein Kalkül, manchmal vermitteln sie eine distanzierende Geste, oft halten sie die Erinnerung an eine Begegnung fest.

In den rund 50 Nachlassbibliotheken des Brenner-Archivs befinden sich 4038 Widmungsexemplare. Hier ist eine kleine erlesene Auswahl von 11 Beispielen ins Bild gerückt. Die dazu verfassten Beiträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Brenner-Archivs erzählen die Hintergrundgeschichten. Lesen Sie die Beiträge online, siehe unten. Die Vitrinenausstellung mit den Originalen ist bis März 2021 im Brenner-Archiv zu sehen.

Hinweis: Weiterhin ist die Ausstellung zu Karl Kraus im Brenner-Archiv wie auch online zu sehen: „...vergrößern das Winzige und das Versteckte“ – Exponate aus der Sammlung Friedrich Pfäfflin, zusammengestellt von Markus Ender und Anton Unterkircher.

Christine Riccabona


 


 

 

 

© Brenner-Archiv

Friedrich Achleitner an „Meine Lieben“, Hermine und Othmar Costa

Mit „Meine Lieben“ in der Widmung in Friedrich Achleitners letztem Kurzprosaband wortgesindel sind Hermine und Othmar Costa gemeint. Wenige Monate später, am 6. Oktober 2015, las Achleitner in der Reihe Hier ists so wie anderswo. Otto Grünmandls Zimmertheater 2015, einer Kooperation mit dem Kulturlabor Stromboli/Hall und dem Brenner-Archiv im Literaturhaus am Inn aus seinem Buch. 

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Theodor W. Adorno an den „wirklich ehrwürdigen Baron von Ficker“

Im April 1965 schrieb Adorno an die mit Ludwig von Ficker befreundete Lotte Tobisch, dass er gerne dem „wirklich ehrwürdigen Baron von Ficker“ zum Geburtstag gratulieren würde. Durch die gemeinsame Freundin vermittelt erhielt Ficker schließlich einen Brief von Adorno mit verspäteten Glückwünschen und diesem Exemplar des soeben erschienenen Bandes Noten zur Literatur III mit eigenhändiger Widmung.

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Sir Galahad an Fritz von Herzmanowsky-Orlando

Dies ist die erste weibliche Kulturgeschichte“, schreibt Sir Galahad in der Vorrede zu Mütter und Amazonen. Ein Umriss weiblicher Reiche (1932) und beginnt das Werk mit dem berühmt gewordenen Satz „Am Anfang war die Frau.“ Dass es für diese „provokante Eröffnungsgeste wie für das ganze Unternehmen“ einigen Mutes bedurfte betont Evelyne Polt-Heinzl in ihrem Portrait Sir Galahads, ...

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Michael Guttenbrunner und Mario Wirz an Karl Lubomirski

Mario Wirz, der 1956 geborene, Berliner Lyriker, HIV-positiv, an Karl Lubomirski – oder Michael Guttenbrunner, 1919 in Kärnten geboren, der alte Mahnende, der an seinen Urteilen über die Zeit und die Literatur nicht mehr zweifelte, an Karl Lubomirski? Beide Widmungen scheinen mehr als ein Griff nach dem Wohlwollen des Empfängers oder die „Herzlich“-Standardfloskel zu sein und laden zur Erforschung der Geschichte ihres Kontextes und des jeweiligen Kontaktes ein.

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© Ernst-von-Glasersfeld-Archiv

Jehane Kuhn an Ernst und Charlotte von Glasersfeld

Seine erste Stelle als Forschungsassistent verdankte Ernst von Glasersfeld dem Kalten Krieg. Um die wissenschaftlichen Entwicklungen in der Sowjetunion verfolgen zu können, förderten die amerikanische Regierung und das Militär in den 50er und 60er Jahren in großem Stil Projekte, die Aussicht auf effiziente Übersetzungen vom Russischen ins Englische versprachen.

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Guido Iori an Karl Felix Wolff

Wolff war vom Familienzusammenhang ein typisches Kind der österreichisch-ungarischen Monarchie: Sein Vater, ein Schlesier, war österreichisch-ungarischer Militär, seine Mutter eine italienische Adelige aus dem Trentino; er wuchs in diversen Garnisonsstädten der Monarchie und schließlich in Bozen auf, wo er sein langes Leben lang blieb.

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Robert Michel an Ludwig von Ficker

Der deutschböhmische Schriftsteller Robert Michel (1876–1957) zählt heute zu den „Verschollenen“ unter den österreichischen Literaten. Seine zahlreichen, von seiner militärischen Laufbahn geprägten Lebensstationen führten ihn von Prag nach Wien, wo er in dem Jung-Wien-Literaten Leopold von Andrian einen Lebensfreund fand, und auch für einige Jahre nach Innsbruck, wo er im Brenner-Herausgeber Ludwig von Ficker auf eine ähnlich geartete Figur wie Andrian traf und für kurze Zeit auch Mitarbeiter des Brenner wurde.

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Stella Rotenberg an Hermann Kuprian

Dass eine Schriftstellerin einem Kollegen ein Buch zum Geburtstag schenkt, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Doch wie kam die in Leeds lebende Exil-Autorin Stella Rotenberg (1915-2013) gerade in Kontakt mit dem damaligen Präsidenten der Schriftstellervereinigung „Der Turmbund“, Autor und Literaturvermittler Hermann Kuprian in Innsbruck?

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Georg Trakl "Dem Lande Tirol“

Den Ludwig von Ficker gewidmeten Sonderdruck des Brenner auf Büttenpapier mit dem Titel Drei Gedichte (enthaltend Das Gewitter, Der Abend, Die Nacht) übergab Trakl vor der Einrückung, die am 24. August 1914 erfolgte. Die drei Gedichte war unter dem Titel Gedichte im letzten Heft des 4. Jahrgangs des Brenners vom 15. Juli 1914 (S. 909–911) erschienen.

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Martina Wied an Ludwig von Ficker

Die Autorin Alexandrine Martina Weisl (1882–1957), geb. Schnabl, reihte sich 1913 in die Riege der „Brenner“-Autorinnen ein und veröffentlichte in Ludwig von Fickers Zeitschrift vier Gedichte und zwei Essays.[i] Weisl hatte schon in ihrer Schulzeit Gedichte verfasst und diese unter dem Pseudonym „Martina Wied“, das sie zeitlebens beibehielt, veröffentlicht.

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Joseph Zoderer an Otto Grünmandl nach dessen „witziger Lesung“

Otto Grünmandl stand wahrscheinlich als eine der spannendsten Figuren des Nordtiroler Literaturbetriebs bei Joseph Zoderer ganz oben auf der Liste der „Wichtigen“, war dieser doch auch beim ORF tätig. Zoderer hat eine Lesung von Grünmandl in Innsbruck besucht und die Gelegenheit genutzt, Grünmandl sein neues Buch zu überreichen - vielleicht verbunden mit der Bitte, ihn im österreichischen Rundfunk weiterzuvermitteln.
 
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