5. November 2014, Forschungsinstitut Brenner-Archiv / Literaturhaus am Inn

"Aus dem östlichen Tor trat silbern der rosige Tag."

letzter Band der Innsbrucker Trakl-AusgabeGEORG TRAKL zum 100. Todestag

Vortrag, Präsentation der Innsbrucker Trakl-Ausgabe, Lesung 

Die historisch-kritische Innsbrucker Ausgabe wurde zum 100. Todestag Georg Trakls am 3. November 2014 abgeschlossen.

Georg Trakl: Sämtliche Werke und Briefwechsel. Innsbrucker Ausgabe.
Historisch-kritische Ausgabe mit Faksimiles der handschriftlichen Texte Trakls.
Herausgegeben von Eberhard Sauermann und Hermann Zwerschina.
6 Bände und 2 Supplementbände.
Basel, Frankfurt: Stroemfeld 1995–2014.

 

Am 3. November 1914 ist Georg Trakl in Krakau (Galizien), gezeichnet durch die grausamen Kriegsereignisse, an einer Überdosis Kokain gestorben. Sein Werdegang als Dichter ist eng mit Innsbruck verbunden. Hier wurde er durch Ludwig v. Ficker gefördert, hier hat er zeitweise gelebt und gearbeitet. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich als sogenannter Kryptonachlass in der Sammlung Ficker am Forschungsinstitut Brenner-Archiv, das seit Jahrzehnten als Forschungsstätte zu Leben und Werk Trakls bekannt ist.

Einleitend hielt der Germanist Rüdiger Görner einen Vortrag über die lyrische Topologie im Schaffen Georg Trakls. Rüdiger Görner, geb. 1957 in Rottweil, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Kulturgeschichte am Queen Mary College der University of London. Im Zsolnay-Verlag ist kürzlich sein Buch Georg Trakl. Dichter im Jahrzehnt der Extreme erschienen.

Im zweiten Teil des Abends präsentierte Eberhard Sauermann die mit dem Erscheinen der letzten beiden Bände nunmehr abgeschlossene Edition Georg Trakl: Sämtliche Werke und Briefwechsel. Innsbrucker Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe mit Faksimiles der handschriftlichen Texte Trakls (6 Bände und 2 Supplementbände. Basel, Frankfurt: Stroemfeld 1995–2014). Ao. Univ.-Prof. Eberhard Sauermann, geb. 1949 in Feldkirch, war bis 2013 Mitarbeiter des Forschungsinstituts Brenner-Archiv und lehrte am Institut für Germanistik. Auf seine Habilitationsschrift über Franz Fühmanns Trakl-Essay (1992) folgten zahlreiche Publikationen über Trakl, begleitet von intensiver Vermittlungstätigkeit (Vorträge, Ausstellungen, Führungen, Betreuung künstlerischer Unternehmungen zu Trakl). Höhepunkt seiner Forschung ist die gemeinsam mit Hermann Zwerschina von 1992 bis 2003, ab 2004 allein herausgegebene historisch-kritische Trakl-Ausgabe.

Helmuth A. Häusler ist Schauspieler am Tiroler Landestheater. Er hatte die Sprechrolle Trakls beim Tanzstück Georg Trakl von Enrique Gasa Valga vom Tiroler Tanztheater 2010 inne. 

 

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Fotos: Christine Riccabona
  

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