Kunst & Konflikt. Eine Veranstaltungsreihe im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst. April/Mai 2014

Aus der Einführung

Wo verlaufen die Bruchlinien zwischen den kritischen Intellektuellen und dem beharrenden Kreisen des Landes? Wie werden in Österreich Künstler/innen und Literat/innen, die die Dinge beim Namen nennen, desavouiert und von wem? Diese und ähnliche Fragen standen am Anfang meiner Überlegungen und letztlich meines Wunsches, doch einmal wirklich jene, die einschlägige Erfahrungen gemacht haben, die vielleicht mit ihrer Arbeit angeeckt sind, die – weil sie unbequem waren – abgewertet und womöglich ausgegrenzt wurden, zu Wort kommen zu lassen. Es wird oft von der Öffentlichkeit hier, von den kritischen Köpfen dort gesprochen. Doch es ist nicht anzunehmen, dass es sich tatsächlich um zwei Blöcke handelt. Mit dieser Podiumsdiskussion soll zur Differenzierung beigetragen werden. Es soll durchaus aus persönlicher Warte berichtet und gezeigt, es soll aber auch analysiert werden, damit sich am Ende ein klareres Bild dessen ergibt, was an Konflikten zwischen Kunst und Gesellschaft ausgemacht werden kann. Rassismus und Antisemitismus sind nicht Vergangenheit. Fremdenhass zu erkennen und zu entlarven ist nicht allzu schwer, er ist, ich würde fast sagen, allgegenwärtig, wenn man nur die Augen und die Ohren dafür hat.