Ausstellungen

40 Jahre Brenner-Archiv

 

Das Brenner-Archiv, das älteste Literaturarchiv Österreichs, feiert in diesem Herbst seinen 40. Geburtstag – und ist gleichzeitig seit 25 Jahren als Forschungsinstitut der Universität Innsbruck etabliert. Aus diesem Anlass fand am 18. September im  Literaturhaus am Inn eine Festveranstaltung statt, auf der das 40jährige Bestehen mit Vorträgen und Lesungen, musikalisch umrahmt von der Gruppe Simplysmooth,  gebührend gefeiert wurde.

 

In einer kurzen Rückschau informierten Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk, Hofrat Dr. Christoph Mader, der Vorstand der Kulturabteilung im Amt der Tiroler Landesregierung, und Johann Holzner, der Leiter des Brenner-Archivs, die zahlreich erschienenen Gäste, unter ihnen Landesrätin Dr. Elisabeth Zanon (Innsbruck),  Ressortdirektorin Dr. Berta Linter (Bozen), Gemeinderätin Dr. Julia Hörmann (Innsbruck), der Rektor der Universität Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, Alt-Rektor Univ.-Prof. Dr. Hans Moser sowie Univ.-Prof. Dr. Walter Methlagl, der 37 Jahre lang das Institut geleitet hat, über interessante Details aus der Entstehungsgeschichte des Archivs;  Holzner gab gleichzeitig einen Einblick in die laufenden Projekte des Forschungsinstituts.

 

„Das Archiv verwahrt rund um den Nachlass des Brenner-Herausgebers Ludwig von Ficker, rund um die Sammlungen Georg Trakl, Karl Kraus, Ludwig Wittgenstein,  heute mehr als 160 weitere Nachlässe und Sammlungen, vor allem von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, aber auch von Philosophen, Musikern und Künstlern. Die Sammlungen werden laufend ergänzt und erweitert, vor allem aber auch konsequent durch neue Forschungsprojekte erschlossen“, erklärte Holzner.

 

Vizerektor Märk hob hervor, die wissenschaftlichen Leistungen und die Öffentlichkeitsarbeit des Brenner-Archivs hätten sicherlich dazu beigetragen, dass der Stellenwert der Kunst, der Wissenschaft und im speziellen der Geisteswissenschaften heute im Bewusstsein der Tiroler ein anderer sei als vor 40 Jahren. Das Brenner-Archiv, so Märk, gehört – wenn es nach der  Einwerbung von Drittmitteln unter Berücksichtigung der Anzahl permanenter Mitarbeiter geht – zu den drei erfolgreichsten Instituten der Leopold-Franzens-Universität. Märk würdigte im besonderen die Leistungen der ersten Kuratoriums-Vorsitzenden des Brenner-Archivs, Prof. Ignaz Zangerle und Dr. Othmar Costa, und dann vor allem die Aufbau-Arbeit  von Univ.-Prof. Dr. Eugen Thurnher und Univ.-Prof. Dr. Walter Methlagl.

 

Nach der Präsentation der jüngsten „Mitteilungen aus dem Brenner-Archiv“ hörten die Gäste in dem bis auf den letzten Stehplatz  besetzten Literaturhaus einen fulminanten Gastvortrag des prominenten Krakauer Germanisten Krzysztof Lipinski (der sich auch durch einen Feueralarm – einen Fehlalarm –  nicht aus der Ruhe bringen ließ) über Georg Trakl, sowie Lesungen aus noch unpublizierten neuen Arbeiten von Barbara Hundegger (Innsbruck) und Martin Pichler (Bozen). Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe Simplysmooth aus Südtirol, für das abschließende Buffet hatten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts gemeinsam vorgesorgt.

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