Studium am Institut für Botanik


Als Studierende können Sie am Institut für Botanik aus einem breiten Angebot an Vorlesungen und Seminaren, Labor- und Freilandübungen sowie Exkursionen im In- und Ausland wählen.

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Für Studienplan-Umsteiger

Meet a Student

Hier kommen unsere Studierenden zu Wort: Sie stellen Master- und Doktorarbeiten vor und präsentieren Protokolle von Exkursionen und Praktika.

Berufsaussichten nach dem Abschluss

AbsolventInnen, die ihre Abschlussarbeit (Master, Diplom oder Doktorat) am Institut für Botanik durchführen, bietet sich eine breite Palette an Berufsmöglichkeiten. Sie erhalten eine solide Basis sowohl für eine wissenschaftliche Karriere als auch für andere Berufe, welche eine naturwissenschaftliche Ausbildung fordern. Neben universitären Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung sind SpezialistInnen beispielsweise in den Bereichen Naturschutz und Landschaftsplanung, pharmazeutische und chemische Industrie, oder Museums- und Naturpädagogik gefragt. Von der fundierten botanischen Ausbildung profitieren auch unsere zukünftigen LehrerInnen. Eine Befragung von AbsolventInnen, die ihren Master zwischen 2013 und 2018 am Institut für Botanik abschlossen, zeigt die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten.

Antworten auf die Frage "In welchem Berufsfeld sind Sie derzeit tätig?"
Antworten auf die Frage ''In welchem Berufsfeld sind Sie derzeit tätig?''

Die Antworten unserer AbsolventInnen auf die Frage "Im Rückblick auf Ihr Studium, was sehen Sie als positiv und für Ihren Berufsweg förderlich?" ergaben folgendes Bild:
Antworten unserer AbsolventInnen auf die Frage ''Im Rückblick auf Ihr Studium, was sehen Sie als positiv und für Ihren Berufsweg förderlich?''

Weitere Ergebnisse der AbsolventInnen-Befragung:

Wie lange hat deine Jobsuche gedauert, bis du eine passende Anstellung finden konntest? 48% der Befragten konnten unmittelbar nach Abschluss des Studiums in den Beruf einsteigen, für weitere 22% dauerte die Arbeitssuche weniger als sechs Monate und für 13% bis zu einem Jahr. Würdest du sagen, dass dein Beruf einen starken Bezug zu deiner Ausbildung als Botaniker/in hat? Im Schnitt haben 9 von 10 befragten StudienabgängerInnen einen Beruf mit direktem Bezug zur Ausbildung als BotanikerIn. 58 % empfinden diesen Bezug als stark, 29 % als mäßig.

Warum Botanik?

Pflanzen sind die Basis allen Lebens auf der Erde, so wie wir es heute kennen. Pflanzen sind die Basis allen Lebens auf der Erde, so wie wir es heute kennen! Alle Nahrung stammt direkt oder indirekt von Pflanzen, und sie produzieren den Sauerstoff, den wir atmen. Pflanzen verwandeln Sonnenenergie in chemische Energie, wodurch das CO2 aus der Luft in Kohlenstoff-haltige Verbindungen wie z.B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine oder DNA eingebaut wird. Auch unsere Kulturgeschichte ist eng mit Pflanzen verflochten. Der erste Anbau von Pflanzen kennzeichnete den Beginn der Jungsteinzeit, als die Menschen den Schritt von Jägern und Sammlern zu Bauern machten. Auch heute stehen Pflanzen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und es bestehen nach wie vor große Fragen und Herausforderungen, wie die Ernährung der Weltbevölkerung oder der Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie Pflanzen entstanden sind, wie sie funktionieren und wie die pflanzliche Biodiversität unsere Kulturlandschaften und Ökosysteme formt.

Pflanzen prägen unser Leben. Pflanzen sind nicht nur unsere Nahrungsgrundlage, wir nutzen auch unzählige pflanzliche Produkte im Alltag – man denke an Holz, Papier, Baumwollkleidung oder Biokraftstoffe. Pflanzen produzieren aber auch Genussmittel wie Tee, Kaffee und Tabak und hochwirksame Wirkstoffe wie Opiate, Cannabinoide und Digitalisglycoside. Manche Pflanzen erlangten Berühmtheit durch ihre tödlichen Gifte, wie das Atropin der Tollkirsche oder das Strychnin der Brechnuss. Andere liefern wertvolle Krebstherapeutika, wie das Taxol der Eibe. Selbst die energiereichen Kohlenstoff-verbindungen in unseren fossilen Brennstoffen sind pflanzlichen Ursprungs.

Pflanzen sind faszinierend! Wussten Sie, dass mit Pflanzen bahnbrechende naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen wurden? Im 17. Jahrhundert entdeckte Robert Hooke, dass Kork aus Zellen aufgebaut ist und gab diesen ihren heute noch gültigen Namen (cellula = lateinisch Kämmerchen). Im 19. Jahrhundert entschlüsselte Gregor Mendel mit seinen berühmten Versuchen an Erbsen die Grundgesetze der Vererbung und wurde dadurch zum Begründer der modernen Genetik. Joachim Hämmerling wies später an der Schirmalge Acetabularia experimentell nach, dass der Zellkern die genetische Information beinhaltet. Auch Viren wurden erstmals in Pflanzen entdeckt: Adolf Mayer zeigte 1882, dass der Tabakmosaikvirus von infizierten auf gesunde Pflanzen übertragen werden kann.

Die fadenförmige Alge Spirogyra.sp besitzt schraubenförmige Chloroplasten Anatomischer Schnitt von Fichtenholz Durch die kurze Vegetationsperiode in den Bergen blüht der Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis) blüht bereits zur Schneeschmelze Vegetationserhebungen im Naturpark Texelgruppe, Ötztaler Alpen

Welches Fachwissen habe ich nach dem Studium? Unsere Studierenden eignen sich umfassende Kenntnisse der Biologie von Pflanzen, deren Funktionen, Strukturen, ihrer Verbreitung und Evolution – vom Molekül bis hin zur Ökosystemebene – an. Spezialisierungen in Pflanzenphysiologie und evolutionärer Systematik, Biochemie und Zellbiologie, Stress- und Ökophysiologie, Biodiversität, Vegetations- und Populationsökologie, Pollenanalyse und Archäobotanik, Nutzpflanzen und Forstökologie oder Klimawandel und Naturschutz sind möglich. Die Studierenden profitieren hierbei besonders auch von der Einbindung des Instituts für Botanik in die universitären Forschungsschwerpunkte "Alpiner Raum" und "Molekulare Biowissenschaften".

Spektrophotometer-Messung im Labor 3D-Chromatogramm einer HPLC-Pigmentmessung Verwandschaftsverhältnisse und Gemeinsamkeiten von ausgewählten Wolfsmilcharten (Euphorbia)

Welche Methoden kann ich mir aneignen? In den verschiedenen Forschungsgruppen kann eine Vielzahl moderner naturwissenschaftlicher Geräte und Methoden genutzt und erlernt werden:
 In den verschiedenen Forschungsgruppen kann eine Vielzahl moderner naturwissenschaftlicher Geräte und Methoden genutzt und erlernt werden.

Welche soft skills erlerne ich? Neben den naturwissenschaftlichen Kompetenzen erhalten unsere Studierenden auch Training im Bereich diverser soft skills. Durch die Einbindung in Forschungsprojekte werden unter anderem Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit, analytische Fähigkeiten und Präsentationstechniken, Eigenverantwortung, Kritikfähigkeit und Problemlösungskompetenz sowie Selbstvertrauen und Selbstreflexion, Neugier und Belastbarkeit geschult.

Für zukünftige LehrerInnen: In Zusammenarbeit mit anderen Instituten der Fakultät für Biologe und der Fakultät für LehrerInnenbildung tragen wir im Bereich der Pflanzenwissenschaften dazu bei, Kompetenzen in den Forschungsbereichen Biologie und Biologiedidaktik sowie im Umgang mit Methoden der biologischen und fachdidaktischen Forschung zu vertiefen.

Ultraschall-Emissions-Analyse eines Koniferenasts im Labor Algenkulturen am Institut für Botanik Chlorophyll-Fluoreszenzmessung im Labor Botanische Exkursion in den Alpen

Was bietet das Studium in Innsbruck?
  • Forschungsgeleitete Lehre: Akademische Abschlussarbeiten sind in der Regel in eines unserer zahlreichen Forschungsprojekte eingebunden und geben Einblick in moderne Methoden der Labor- und Freilandforschung mit großer Anwendungsbreite.
  • Exzellente Infrastruktur: Studierende profitieren von der modernen Laborausstattung des Instituts für Botanik, Zugang zu Versuchsgärten und Gewächshäusern im Botanischen Garten sowie im Alpengarten Patscherkofel und zahlreichen Feldstationen.
  • Engagierte Betreuung: Studierende sind ständig mit ihren BetreuerInnen in Kontakt. Hierbei gib es häufig die Möglichkeit einer Mitbetreuung durch KollegInnen aus mehr als einer Forschungsgruppe.
  • Schwerpunkte: Das Institut für Botanik ist stark in die universitären Forschungsschwerpunkte "Alpiner Raum" und "Molekulare Biowissenschaften" eingebunden. In diesem Rahmen kooperieren wir mit anderen Instituten und Fakultäten und bieten so eine vielseitige Ausbildung.
  • Über den Tellerrand hinausschauen: Wir sind mit internationalen und nationalen Kooperationspartnern in Forschung und Industrie stark vernetzt. Dadurch haben unserer Studierenden Zugang zu inter- und multidisziplinären Forschungsansätzen und lernen, offen zusammenzuarbeiten und zu denken.
  • Exzellenter wissenschaftlicher Output: Unsere ForscherInnen publizieren regelmäßig in den anerkanntesten wissenschaftlichen Journalen wie Nature, Science und PNAS.
  • Bezug zur Praxis: Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Naturschutz-Einrichtungen sowie mit Partnern in Industrie und Privatwirtschaft.

Institut für Botanik, Innsbruck Glashäuser des Botanischen Gartens Innsbruck Blühende Almrosen am Patscherkofel über Innsbruck