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Das Projekt ALPO in Obergurgl (Tirol, Österreich) (2010-2011)

Für das innere Ötztal wird angenommen, dass der Mensch bereits seit mindestens 9000 Jahren im Gebiet präsent war. Das Vorhandensein von Weidezeigern wurde anhand von Pollenanalysen bereits seit mehr als 5000 Jahren im Waldgrenz-Bereich nachgewiesen. Verschiedene Studien belegen den engen Zusammenhang zwischen Pflanzengesellschaften, Intensität der Bewirtschaftung und Diversität in traditionell genutzten Landschaftsräumen der subalpinen und alpinen Stufe. Auflassungen der traditionellen Bewirtschaftung führen zu beträchtlichen Abnahmen der Diversität. Das interdisziplinäre Projekt ALPO hat als engeres Untersuchungsgebiet die Lokalität Putzach (Obergurgl, Ötztal, Tirol, Österreich) ausgewählt, um (1) die Rolle des früheren Klimas auf die menschliche Aktivität abzuklären, (2) die Diversitätsänderungen im Zuge der Landnutzungsänderung festzustellen, und (3) um Besonderheiten der Flurnamen mit archäologischen Befunden, palynologischen und archäobotanischen Daten, sowie mit der aktuellen Vegetation zu verknüpfen.

Forschungsfragen

  • Welche historischen Quellen sind verfügbar und was sagen sie über die Flurnamen bzw. über die Landnutzung in der Vergangenheit aus?
  • Korrelieren die Flurnamen mit der aktuellen Vegetation?
  • Korrelieren die alten Siedlungsstrukturen bzw. die archäologischen Befunde mit der rezenten und/oder der (prä-)historischen Vegetation?
  • Unterscheidet sich die rekonstruierte (prä-)historische Flora und Vegetation von der rezenten?
  • Welche Unterschiede gibt es in der Artenzusammensetzung der (prä-)historisch und rezent genutzten Flächen?

Finanzierung
Alpine Forschungsstelle Obergurgl 

Personal

Geobotanik:
Roland Mayer
Brigitta Erschbamer
 

Paläoökologie:
Jean Nicolas Haas (Projektleiter)
Thilo Kappelmeyer
Notburga Oeggl-Wahlmüller

Landschaftsarchäologie:
Alexander Zanesco 

Flurnamen:
Lorelies Ortner
Rüdiger Kaufmann
Yvonne Kathrein

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