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Auswirkungen der Herkunft auf die Keimung von Saxifraga-Arten (2016-2018)

Die europäische Sektion der Gattung Saxifraga umfasst 70 Arten und stellt ein schönes Beispiel dar für morphologische, zytologische und ökologische Merkmalsvariation. Auch die Lebenszyklen variieren: Annuelle, Bienne und Mehrjährige kommen vor. Eine der wohl auffälligsten Besonderheiten innerhalb der Gattung ist der hohe Endemitenreichtum, wobei die Areale der Arten oft sehr klein und auf ein bestimmtes Ausgangsgestein beschränkt sind (Einzelberge oder wenige Bergketten). Im vorliegenden Projekt konzentrieren wir uns auf endemische und weit verbreitete Arten in den Alpen. Phylogenetische Fragen scheinen weitgehend geklärt zu sein während wichtige Lebensabschnitte wie die Keimung nur unzureichend untersucht sind. Es fehlen vor allem auch Vergleiche über die Sippen hinweg und innerhalb einer Art. Wir gehen davon aus, dass verschiedene Herkunft einen Einfluss auf Keimung und Etablierung ausübt. Das Projekt testet die phänotypische Plastizität der Alpinen Saxifraga-Arten und vergleicht die Keimraten. Die Samen wurden von den Projektpartnern des Projektes Netzwerk zur Erhaltung und Erforschung von alpinen Pflanzenarten gesammelt und im Versuchsgarten angesät. Drei Sammelorte werden verglichen: West-, Süd- und Zentralalpen.

Forschungsfragen

-    Wie verhält es sich mit der phänotypischen Plastizität bei Alpinen Saxifraga-Arten?
-    Sind die Keimraten von weit verbreiteten Arten höher als jene, die ein eingeschränktes Areal haben?
-    Variiert der Zeitpunkt der Keimung je nach Herkunft der Samen?
-    Unterliegt der Keimungserfolg maternalen Einflüssen oder lokaler Adaption?


Finanzierung
David and Claudia Harding Foundation, Royal Botanic Gardens, Kew (UK)

Beteiligte Personen
Vera Margreiter (PhD)
Brigitta Erschbamer