Intra- und interspezifisches Keimungsverhalten (2008-2010)

Intra- and interspecific germination traitsKeimung und juveniles Wachstum der Arten hängen von den lokalen abiotischen und biotischen Standortsbedingungen ab. Die Samenkeimung kann allerdings auch von maternalen Effekten bestimmt werden, d.h. von den Bedingungen, unter denen die Samen gebildet werden. Im Zuge der Klimaänderung vergrößern bestimmte Arten ihre Areale und eine Anpassung an die neuen Standortsbedingungen ist ganz wesentlich von den Anpassungsprozessen der Samen und Keimlinge abhängig. Dabei sollten vor allem die Samen eine hohe Plastizität aufweisen. Die zentrale Frage des Projektes ist, ob alpine Arten sich rasch an wechselnde Bedingungen anpassen können oder ob sie auf ganz bestimmte Bedingungen geprägt sind. Das Keimungsverhalten von verschiedenen Arten wurde unter kontrollierten Temperatur- und Trockenheitsbedingungen in der Klimakammer getestet und mit dem Verhalten unter den Bedingungen im Gelände verglichen. Wir nahmen an, dass Pionierarten andere Keimungsstrategien aufweisen im Vergleich zu Folgearten. Die zweite Hypothese besagte, dass Hochgebirgsarten sich in ihrem Keimungsverhalten von Tieflandarten unterscheiden.

Forschungsfragen

  • Wie beeinflussen Temperatur und Trockenstress die Keimung? Welches sind die Optimaltemperaturen und welche Grenzwerte ergeben sich für die Keimung?
  • Gibt es Unterschiede zwischen dem Keimungsverhalten von Tiefland- und Hochgebirgsarten? Sind die Unterschiede korreliert mit der Samenmasse?
  • Gibt es Unterschiede zwischen Pionier- und Folgearten?
  • Gibt es lokale Adaption der Samen?

Finanzierung
Tiroler Wissenschaftsfonds (Projekt "Intra- und interspezifisches Keimungsverhalten von alpinen Arten" 2008 - 2010)
Aktion D. Swarovski, Universität Innsbruck (Projekt "Effekte der Temperatur und des Trockenstresses auf die Keimung von Poa alpina" 2008 - 2010)


Personal
David Bösch
Valentin Huter
Erich Schwienbacher
Brigitta Erschbamer

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