Das Projekt GLORIA (Global Observation Research Initiative in Alpine Environments)

Global Observation Research Initiative in Alpine Environments (GLORIA)Global Observation Research Initiative in Alpine Environments (GLORIA)Wir gehen davon aus, dass alpine-nivale Pflanzenbestände und Arten sehr sensitiv auf den Klimawandel reagieren. Subnival-nivale Arten sowie Arten mit einer sehr engen Verbreitung könnten durch nachrückende Arten aus tieferen Lagen im Zuge des andauernden Klimawandels verdrängt werden. Das internationale Netzwerk GLORIA (Global Observation Research Initiative in Alpine Environments) untersucht ausgewählte Gipfelregionen  in den Hochgebirgen der Erde. Als Partner in diesem Netzwerk betreuen wir zwei GLORIA-Standorte in Südtirol (N-Italien): eine in den Dolomiten (IT_ADO) und eine weitere im Naturpark Texelgruppe (IT_TEX). In jeder Region wurden 4 Gipfel entlang eines Höhengradienten vom Waldgrenzökoton bis zur subnivalen-nivalen Stufe ausgewählt. Die Untersuchungsmethode richtet sich nach einem standardisierten Protokoll (GLORIA manual). Die erste Untersuchung in den Dolomiten erfolgte 2001, die Wiederholung der Aufnahmen wurde 2006 und 2008 durchgeführt. Im Naturpark Texelgruppe wurde das Monitoring im Jahre 2003 gestartet, die erste Wiederholung erfolgt 2011.

Forschungsfragen

  • Wie verändern sich Artenvielfalt und -zusammensetzung über die Jahre hinweg?
  • Gibt es Immigrationen von Arten aus tieferen Lagen?
  • Sind endemische Arten besonders gefährdet?
  • Sind subnivale-nivale Arten durch den Klimawandel gefährdet?

Finanzierung

  • GLORIA-EU-Projekt Nr. EVK2-CT-2000-00056 (2001-2003)
  • Amt für Naturparke der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol (2003-2004; 2017)
  • Abteilung Forstwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol (2006)
  • Tiroler Wissenschaftsfonds (2006)
  • GLORIA Koordinationsgruppe Wien (2008)
  • Südtiroler Landesregierung (2008)
  • Förderung der wissenschaftlichen Forschung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol (2011-2012)


Personal
Martin Mallaun
Peter Unterluggauer
Lena Nicklas
Brigitta Erschbamer

Kooperation
Eckart Winkler, Helmholtz Centre for Environmental Research-UFZ, Leipzig, Germany