Schauhäuser

Farnhaus, Tropenhaus und Mediterranhaus

Tropenregionen zeichnen sich durch nahezu gleichbleibende hohe Temperaturen (25-28°C) und gleichmäßig über das Jahr verteilte hohe Niederschläge (2000-5000mm) aus. Solche Bedingungen sind Ursache für eine außerordentliche Artenvielfalt. Allein mehr als 100 verschiedene Baumarten können pro Hektar Wald vorkommen.
Charakteristisch für Tropenwälder ist der stockwerkartige Aufbau. Die oberste Etage bilden Urwaldriesen, die 50-80 m Höhe erreichen und daher in einem Gewächshaus nur sehr schwer zu kultivieren sind. In der mittleren Baumschicht ist der Artenreichtum am größten und das Blätterdach sehr dicht. Kleine Gehölze siedeln sich in der untersten Baumschicht an, der Kakaobaum (Theobroma cacao) ist ein typischer Vertreter.
Der Lichteinfall auf den Boden ist durch die dichte Vegetation sehr gering. Daher haben sich in den Tropenwäldern auch besonders zahlreiche Lianen, (Kletterpflanzen mit Wurzelkontakt zum Boden) und Epiphyten (Aufsitzerpflanzen, ohne Bodenkontakt auf anderen Pflanzen lebend, ohne diesen Wasser oder Nährstoffe zu entziehen) angesiedelt. In unseren Schulhäusern sind zahlreiche dieser epiphytischen Pflanzengruppen kultiviert, wie etwa verschiedene Bromeliengewächse, die in ihren trichterförmig angeordneten Blättern Wasser und Humus sammeln. Auch zahlreiche Farne und vor allem Orchideen haben sich auf diese Lebensweise spezialisiert.
Viele unserer kultivierten Tropenpflanzen sind Nutzpflanzen. Dazu gehören Papaya, (Carica papaya) Mango (Mangifera indica), verschiedene Bananen-Arten (Musa sp.), Zuckerrohr (Saccharum officinarum), Reis (Oryza sativa) und viele mehr.

 
Die virtuelle/multimediale Führung durchs Gewächshaus [Link]

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Farnhaus

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Tropenhaus

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Orchideen

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Mediteranhaus

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