Heil-, Gift und Gewürzpflanzen

Gentiana lutea Bildergalerie

Die Kräutermedizin war der Boden, auf dem sich das Wissen um Heilwirkungen von Pflanzeninhaltsstoffen entwickelt hat. Der Aufschwung der Chemie in unserem Jahrhundert hat bei zahlreichen Pflanzen die Wirkungsprinzipien klargestellt und die wirksamen Stoffe isoliert und teils synthetisch hergestellt und auch verbessert. Nicht nur mystisches und abergläubisches Beiwerk wurde von den Pharmakologen beseitigt, sondern auch manche Stoffe, die die Heilwirkung schmälern. Ein neues Naturverständnis hat in den letzten Jahren den alten Drogen, den Heil-, Gift- und Gewürzpflanzen, der Homöopathie und der Naturheilkunde den Weg gebahnt. Unser Garten soll diese alten Kenntnisse und die getrocknete Pflanzendroge konkret mit der lebenden Pflanze in Verbindung bringen und deren Wirkungsweise kritisch beurteilen. Im Heil-, Gift-, Gewürz- und Nutzpflanzenquartier des Botanischen Gartens werden etwa 300 Pflanzenarten kultiviert. Verschiedene Vertreter zu den wirksamen Inhaltsstoffen wie Ätherische Öle, Alkaloide, Gerb- und Bitterstoffe, verschiedene Glykoside, Schleimstoffe, Anorganica, Vitamine und andere mehr werden hier gezeigt.