Klima, Geologie und umgebende Vegetation

Klima
Das Inntal, besonders aber die Umgebung von Innsbruck, zählt zu den zentraleuropäischen Inneralpinen Trockentälern. Der durchschnittliche Jahresniederschlag von 860mm wird vor allem durch einen häufigen, trockenen Südwind (Föhn) schnell wieder verbraucht. Im Winter wird der Schnee besonders auf der Südwestseite des Berges stark verblasen und durch den warmen Wind schnell geschmolzen.

Klima-Intro

Der Patscherkofel ist ein ausgesprochener Föhnberg mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 4-5 m/s. Starkwinde mit 15 -20 (30) m/s treten regelmäßig auf. Am stärksten föhnbeeinflußt sind dabei die Süd- und Westseite. Der Föhn wirkt sich vor allem auf die Schneelage und Schneeverteilung aus, die praktisch die Geländekonturen nachzeichnet. Exponierte Lagen werden abgeblasen und sind oft auch während der Wintermonate schneefrei, während leeseitig der Schnee liegen bleibt, bzw. angehäuft wird – letzteres ist auch in der Mulde im unteren Teil des Alpengartens der Fall, wo oft noch Ende Juni letzte Schneereste zu finden sind. Zudem stellt der Föhn neben seinen mechanischen Auswirkungen, auch noch aufgrund seiner Lufttrockenheit einen weiteren Streßfaktor für die Vegetation dar.

Geologie
Der Patscherkofel ist der westlichste Teil der Tuxer Voralpen, die Teil der Nordtiroler Zentralalpen sind. Eines der auffallendsten Merkmale des 2246 Meter hohen Berges ist der durch die eiszeitlichen Gletscher abgerundete Gipfelbereich der schon von weitem zu erkennen ist. Der etwas weiter östlich gelegene Glungezer ragte aus dem eiszeitlichen Gletschernetz heraus, was sich in dem wesentlich schrofferen Gipfel zeigt. Die vollständige Vergletscherung des Patscherkofels ist auch mit ein Grund für die relative Armut an alpinen Sippen im Vergleich zu den höheren Gipfeln der Umgebung.
Der geologische Aufbau des Bergstockes zeigt sich ziemlich einheitlich. Die überwiegende Masse besteht aus einem sehr kalkarmen Quarzphyllit, lokal mit Einschlüssen basischer Gesteine (Kalk, Dolomit). Abweichend ist der Gipfelbereich, der aus Gneisen und Glimmerschiefer aufgebaut ist, die noch Teil des weiter westlich anschließenden Ötztal-Kristallins sind.
Die vorherrschenden Bodentypen im hochmontanen und subalpinen Wald sind saure bis podsolige Braunerden. Über der derzeitigen Waldgrenze im Bereich der Gipfelkuppe liegen stark saure Braunerden die auf eine ehemals höher liegende Waldgrenze hinweisen, sowie Eisenhumuspodsole.

Umgebende Vegetation
Der Alpengarten liegt heute direkt an und über der Waldgrenze. Durch die globale Klimaerwärmung hat sich die Waldgrenze vor allem in den letzten Jahrzehnten deutlich nach oben verschoben. Die typischen Waldgrenzbäume am Patscherkofel sind Zirbe (Pinus cembra) und beigemischt die Lärche (Larix decidua), seltener Fichten (Picea abies). Wie auch anderswo in den Alpen wurde die Waldgrenze durch Bewirtschaftung, vor allem Beweidung und den damit verbundenen Maßnahmen abgesenkt. Große Zirbenbestände wurden hier früher als begehrtes Baumaterial für Rohrleitungen der Saline in Hall in Tirol abgeholzt. Wahrscheinlich war der Berg in früheren Zeiten bis zum Gipfel bewaldet. Nach oben führen Zergstrauchheiden, dominiert von der Rostroten Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) und später der Gämsheide (Loiseleuria procumbens) schließlich in die alpinen Rasen über. Üppige Hochstaudenfluren, speziell im unteren Teil des Gartens, leiten in den dichten Hochwald über. An beiden Seiten des Gartens befinden sich Schipisten, die im Sommer sehr stark beweidet werden.

Geologie-Intro