Allgemeine­ Informationen

Blick über Innsbruck auf den Patscherkofel

Lage
Der Patscherkofel, der südliche Hausberg Innsbrucks, ist im Inntal schon von weitem zu erkennen. Der Berg liegt etwa 5km südlich von Innsbruck am nordöstlichen Rand des Wipptales. Der Gipfel erreicht 2.246 m Seehöhe, der Alpengarten liegt auf fast 2.000 m. Das zum Teil steile Gartengelände befindet sich direkt an der Waldgrenze und ist mit wechselnder Neigung nach Nordwesten exponiert.

Erreichbarkeit
Der Garten befindet sich direkt neben der Bergstation der Patscherkofelbahn und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Innsbruck aus schnell und bequem erreichbar. Er ist von Juni bis Ende September täglich frei zugänglich.

Öffnungszeiten
Der Alpengarten wird je nach Schneelage im Frühjahr aufgesperrt und bleibt bis in den Spätherbst, wiederum witterungsabhängig, durchgehend geöffnet.

Fläche
Das zum Teil sehr steile Gartengelände umfasst etwa 1,5 Hektar, davon sind 500m² für wissenschaftliche Untersuchungen abgetrennt – diese Fläche ist nicht öffentlich zugänglich.

Blick in den Alpengarten mit Innsbruck im Hintergrund

Konzept
Von Anfang an war geplant die natürliche Vegetation des Geländes weitgehend zu belassen und nur an einigen Stellen mit weiteren, zugehörigen Arten zu bereichern. Um auch Pflanzen der Kalkgebiete ansiedeln zu können wurde eine Kalksteingruppe errichtet. Der Garten ist schon seit 1930 eingezäunt, somit vor Beweidung geschützt. Die natürlich vorkommenden Vegetationstypen wie Hochwald, Zwergstrauchheide, Hochstaudenflur oder Grünerlengebüsch sollen anhand eines beschilderten Rundwanderweges dem interessierten Besucher näher gebracht werden und ihn zum Nachdenken anregen. Nur das Verständnis um das sensible Gleichgewicht dieser, durch die Erschließung des Hochgebirges stark bedrohten Lebensräume, kann helfen sie zu schützen und zu bewahren. Das 1994 neu errichtete, moderne Laborgebäude ermöglicht es WissenschaftlerInnen ganzjährig ihre Arbeiten vor Ort durchzuführen und Lehrveranstaltungen abzuhalten.

Beschilderung
Carl von Linne, ein schwedischer Naturforscher, Arzt und Botaniker, begründete im 17.Jahrhundert die binäre Nomenklatur, nach der jeder (Tier-) und Pflanzenname aus Gattungs- und Artname besteht. Allein dieser lateinische Doppelname ermöglicht ein exaktes, unmissverständliches Benennen einzelner Arten. Bei den deutschen Namen unterscheidet der Volksmund oft nicht genau und fasst ähnlich aussehende Pflanzen zusammen (z.B. Schusternagele) oder belegt verschiedene Pflanzen mit demselben Namen (z.B. Speik).
Auf den Schildern im Alpengarten ist dieser wissenschaftliche Doppelname genannt, gefolgt von der Abkürzung des Autors, der die jeweilige Pflanze wissenschaftlich beschrieben hat (z.B. L. für Linne) und dem deutschen Namen. Ist eine Pflanze giftig und/oder geschützt, ist dies am unteren Ende in roter Schrift vermerkt. Der Begriff geschützt bezieht sich auf die Bestimmungen, die in allen Teilen der Alpen auch außerhalb von Naturschutzgebieten gelten!
Die Pflanzengemeinschaft und der bevorzugte Standort in den Alpen und die Verbreitung außerhalb der Alpen sind bei ausgewählten Arten angegeben.

Kontakte
Der Alpengarten ist ein Teil des Botanischen Garten der Universität Innsbruck und wird von dort aus betreut.

Leiter des Alpengartens: Peter Daniel Schlorhaufer  E-mail: Peter.Schlorhaufer@uibk.ac.at
Gärtnerin: Martina Imhiavan  E-mail: Martina.Imhiavan@uibk.ac.at


Kontaktadresse:
Alpengarten Patscherkofel
Institut für Botanik
Universität Innsbruck
Sternwartestrasse 15
A – 6020 Innsbruck
Tel.: 0512 – 507 – 51170
Fax : 512 – 507 – 51199

Impressum:
© 2013 Botanischer Garten Universität Innsbruck
Fotos und Text:Peter Daniel Schlorhaufer
Alle Texte unter dem Titel "Das Leben der Hochgebirgspflanzen" hat Herr Univ.Prof. H.Reisigl verfasst und uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt!