Häufig gestellte Fragen zu "Curricula neu" und zu "Erweiterungsstudien"

Hier finden Sie Antworten und häufig gestellte Fragen (FAQ) zu "Curricula neu" und zu "Erweiterungsstudien". Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen im Büro für Bolognaprozess und Lehreentwicklung oder direkt an unsere Bologna-Beauftragte Mag. Christina Raab (Christina.Raab@uibk.ac.at).

Curricula neu

Kann eine Ergänzung aus dem eigenen Studium für das eigene Studium angeboten/absolviert werden?  

Nein. Ziel einer Ergänzung ist der Blick über den Tellerrand des eigenen Masterstudiums, des eigenen Faches. Aus diesem Grund sind Ergänzungen immer nur aus anderen Fächern/Disziplinen/Studien zu absolvieren bzw. für andere Studien/Fächer/Disziplinen anzubieten.

Kann man Vertiefungen aus anderen Fächern/Studien „importieren“?  

Nein. Sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterebene sind Vertiefungen immer aus dem eigenen Fach/Disziplin/Studium zu konzipieren. Dies auch deswegen, weil sie immer in Verbindung mit der Abschlussarbeit (Bachelor- bzw. Masterarbeit) steht.

Wie viele Vertiefungen muss ein Curriculum anbieten, falls man Vertiefungen überhaupt vorsehen möchte?  

Es reicht, neben dem „offenem Curriculum“ eine Vertiefung anzubieten. Es können aber auch mehrere Vertiefungen angeboten werden (abh. von der Kapazität, Finanzierbarkeit und Nachfrage).

Was ist „das offene Curriculum“?  

Ein Curriculumsstrang, der ohne Vertiefung auskommt (aber vielleicht eine Ergänzung/wop zulässt oder auch nicht….).

Kann man Ergänzungen vorschreiben bzw. „verbieten“, dass Studierende bestimmte Ergänzungen wählen?  

Solche Einschränkungen sind nicht vorgesehen (bitte bedenken Sie, dass Ergänzungspakete immer von Studien/Fächern geschnürt werden und daher auch qualitativ hochwertige Pakete anderer Fakultäten/Fächer darstellen.

Sind Ergänzungen innerhalb der 120 ECTS-AP des Masterstudiums zu absolvieren oder kommen sie zu den 120 ECTS-AP hinzu?  

Ergänzungen sind „Pakte“ im Umfang von 30 ECTS-AP. Sie sind in den 120 ECTS-AP der Masterstudien inkludiert.

Warum muss für Ergänzungen/Durchlässigkeitsprogramm immer ein wop (=window of opportunity) hinterlegt (zur Auswahl gestellt) werden?  

Neben den eigentlichen Zielen, die mit dem wop verfolgt werden, sorgt es auch dafür, dass Studierende, die eine Ergänzung bzw. ein Durchlässigkeitsprogramm nicht vollständig absolvieren (können) nicht um die erbrachten Studienleistungen „umfallen“ (Studierbarkeit, Vermeidung von Drop-Outs/Studienabbrüchen).

Sind „Fenster“ für Kurzzeitmobilitäten möglich? Wie werden diese benannt?  

Im Rahmen des Moduls Interdisziplinäre Kompetenzen (bis zu 10 ECTS-AP) ist jedenfalls Mobilität möglich. Auch im Rahmen der Individuellen Schwerpunktsetzung (bis zu 20 ECTS-AP auf Modulebene) ist eine Kurzzeitmobilität möglich. Diese physische Mobilität wird aber nicht gesondert benannt.

Darüber hinaus ist auch weiterhin physische Mobilität möglich, die eine Anerkennung der andernorts erbrachten Leistungen für genau die im Curriculum vorgesehenen Leistungen voraussetzen (Gleichwertigkeitsprüfung).

Nota bene: So eine physische Mobilität wird nicht gesondert benannt, sofern sie im Rahmen von Mobilitätsprogrammen wie zum Beispiel Erasmus+ erfolgt, wird sie am DS zumindest ausgewiesen

Wird physische Mobilität am Diploma Supplement ausgewiesen?  

Erfolgt physische Mobilität im Rahmen eines Mobilitätsprogrammes wie zum Beispiel Erasmus+, wird sie am Diploma Supplement ausgewiesen.

Gibt es bereits Angebote (Lehrveranstaltungen, Module) die eine Internationalisierung vor Ort/Internationalisierung der Curricula (im Rahmen des wop) stützen?  

Leider nein. Das Angebot befindet sich im Aufbau.

Gibt es bereits genügend Angebote von z.B. blended learning Veranstaltungen, die die Flexibilisierung der Studien zusätzlich unterstützen/erleichtern?  

Leider nein. Das Angebot befindet sich im Aufbau.

Warum muss man im Rahmen des wop 20 ECTS-AP auf Modulebene vorsehen (=individuelle Schwerpunktsetzung), kann man das nicht einfach komplett auf Lehrveranstaltungs-Ebene frei geben?  

Module sind über Lernegebnisse bschreibbar und stellen „thematische Einheiten“ dar. 20 bzw. 30 ECTS-AP „nur“ auf Lehrveranstaltungsebene birgt das hohe Risiko der „Beliebigkeit“ und stellt somit u.U. ein qualitatives Problem dar.

Wenn man Ergänzung und wop einbaut sind das dann 60 ECTS-AP?  

Nein. Diese beiden Bausteine sind technisch gesprochen „zur Wahl zu stellen“. Im Gesamtumfang also 30 ECTS-AP.

Warum muss das wop englisch bezeichnet werden, gibt es keinen deutschen Begriff dafür?  

Die Bezeichnung „window of opportunity“ stellt eine Weiterentwicklung des „mobility window“ dar bzw. baut auf der Definition desselben auf. Eine „Übersetzung“ könnte die Historie/Entwicklung nur mangelhaft transportieren.

Sind Ergänzungen und das Durchlässigkeitsprogramm nicht dasselbe?  

Nein. Die Ziele/Intentionen als auch die Niveaus der beiden Bausteine von Curricula neu unterscheiden sich signifikant bzw. können sich signifikant unterscheiden.

Auf welchem Niveau werden die Ergänzungen der Masterstudien durchzuführen sein?  

Standardmäßig auf Masterniveau, in Ausnahmen auch auf Bachelorniveau.

Können Vertiefungen auch weniger als 60 ECTS-AP haben? 

Nein. Vertiefungen haben inkl. Abschlussarbeit und einer etwaigen Defensio immer 60 ECTS-AP.

Müssen Abschlussarbeiten aus der Vertiefung geschrieben werden, damit die Vertiefung am DS/Verleihungsbescheid aufscheint?  

Ja.

Was ist das neue an Curricula neu?

Bei den Bausteinen von Curricula neu handelt es sich um Ableitungen aus bereits bekannten Empfehlungen, Strategiepapieren, etc. Neue ist die Ermöglichung des Zusammenspiels vieler verschiedener Bausteine und die Tatsache, dass Curricula, die Curricula neu umsetzen, tatsächlich die Studierenden in den Mittelpunkt stellen.

Was ist der Unterschied zwischen Ergänzung und Erweiterungsstudien?    

Ergänzungen sind Module im Ausmaß von 30 ECTS-AP innerhalb von Masterstudien, welche die fachlichen Inhalte um Inhalte anderer Fachdisziplinen/Studien ergänzen. Erweiterungsstudien sind (eigenständige) ordentliche Studien (siehe Häufig gestellte Fragen zu Erweiterungsstudien).

Tabellarische Gegenüberstellung Ergänzung/Durchlässigkeitsprogramm/Erweiterungsstudium    

Gegenüberstellung Ergänzung-Durchlässigkeitsprogramm-Erweiterungsstudium]


Erweiterungsstudien

Wie finanzieren sich Erweiterungsstudien an der Universität Innsbruck?   

Abh. vom jeweiligen Kontext, dem Anwendungsgebiet und der Nachfrage sollten sich Erweiterungsstudien aus dem bereits bestehenden curricularen Modul- bzw. Lehrveranstaltungsangebot speisen. Dies erleichtert u.a. auch eine eindeutige Niveauzuordnung gem. Nationalen Qualifikationsrahmen. In Ausnahmefällen sind „Sonderfinanzierungen“ möglich.

Können Erweiterungsstudien aus bestehenden Angeboten zusammengesetzt werden?  

Ja.

Zählen die Studierenden der Erweiterungsstudien für die Studienplatzfinanzierung?  

Ja. (Sowohl im Rahmen der Prüfungsaktivität als auch im Rahmen der Absolventinnen)

Gibt es Stipendien/Beihilfen für Erweiterungsstudien?  

Nein. Die Aufnahme eins Erweiterungsstudiums wird aber auch nicht als schadhafter Wechsel gewertet.

Sind für Erweiterungsstudien Gebühren zu zahlen?  

Siehe Handhabung Bachelor-/Masterstudien.

Für welches Niveau können Erweiterungsstudien konzipiert werden?  

Für Bachelor- und Masterniveau (nicht für Doktoratsniveau).

Müssen Erweiterungsstudien im Entwicklungsplan eingerichtet werden?

Ja. Erweiterungsstudien sind ordentliche Studien. Bez. Einrichtung und Erstellung sind die Vorgaben des Satzungsteils, Studienrechtliche Bestimmungen anzuwenden.

Kann man im Rahmen von Erweiterungsstudien Abschlussarbeiten vorsehen?  

Nein. Es sind keine Abschlussarbeiten (weder Bachelor- noch Masterarbeiten) vorzusehen!

Ist ein Erweiterungsstudium ein ordentliches Studium?    

Ja. es ist ein ordentliches Studium. AbsolventInnen erhalten ein Zeugnis und das Diploma Supplement, es wird aber kein akademischer Grad verliehen.

 

 

Weiterführende Informationen des Rektorats zu "Erweiterungsstudien" finden Sie hier. Sie können sich aber gerne auch an die Mitarbeiterinnen im Büro für Bolognaprozess und Lehreentwicklung wenden oder unsere Bologna-Beauftragte Mag. Christina Raab (Christina.Raab@uibk.ac.at) kontaktieren.

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