Curricula neu

„Das Ziel einer wissenschaftlichen (Aus-)Bildung ist schon lange nicht mehr nur die Generierung der nächsten WissenschafterInnen-Generation. Um den globalen Herausforderungen, denen sich die Menschheit stellen muss, erfolgreich zu begegnen, braucht es eine höher gebildete Gesamtbevölkerung. (…) In anderen Worten, wir müssen wissenschaftliche (Aus-)Bildung so gestalten, dass sie für einen größeren und mannigfaltigeren Anteil der Bevölkerung wirksam und relevant ist“. Carl E. Wieman, Nobelpreis für Physik 2001

„Curricula neu“ verfolgt im Sinne einer engagierten Umsetzung der Aktionslinien des Bologna-Prozesses mehrere Ziele, u.a. das der Stärkung der Verschränkung von Forschung und Lehre und der Inklusion (auch im Sinne einer sozialen Durchmischung der Studierenden). Ein gemeinsamer Nenner ist, dass Studierende als aktive bzw. forschende Lernende im Fokus einer lernergebnisorientierten Curriculumsentwicklung stehen (siehe .pdf "Lernergebnisorientierte Curriculumsentwicklung").

Die Flexibilisierung der Studien- bzw. Lernpfade für eine zunehmend diverse Studierendenschaft unter Berücksichtigung disziplinärer und qualitativer Ansprüche ist ein weiteres Ziel von „Curricula neu“. Darüber hinaus sollen Studierende verstärkt die Verantwortung für die Ausgestaltung ihrer Studien, für ihre (Aus-)Bildung übernehmen; damit soll auch Verschulungstendenzen entgegengewirkt werden, die u.a. Studierende zu „passiven Wissensempfängern“ und ECTS-Anrechnungspunkten-SammlerInnen sowie WissenschafterInnen zu reinen WissensvermittlerInnen degradieren. Die "Aktivierung" der Studierenden im Lernprozess aber auch was die Verantwortung für die eigene Lernbiographie angeht, steht im Einklang mit einer forschungsinspirierenden, verantwortungsvollen Lernkultur. Studierende sollen im Einklang mit den curricularen Vorgaben entscheiden können, ob sie sich in einem (Forschungs-)Bereich ihres Faches vertiefen oder die bereits erworbenen fachlichen Kompetenzen in einer Disziplin um weitere, fachfremde und/oder interdisziplinäre Kompetenzen ergänzen. Jedenfalls aber soll im Rahmen von „Curricula neu“ der Diskurs zwischen Studierenden, zwischen Studierenden und ForscherInnen aber auch zwischen Studierenden und der Gesellschaft bzw. dem Arbeitsmarkt weiter befördert werden.

Studierende als aktive und kompetente GestalterInnen der eigenen Lernbiographie bzw. mündige Mitglieder der universitären Gemeinschaft stellen hohe Ansprüche an die Curriculumsentwicklung und -verwaltung. Individualisierung, Nachhaltigkeit, Studierbarkeit und Durchlässigkeit sind im Rahmen von „Curricula neu“ genauso zentral wie die Möglichkeit studienspezifischer Auslandsaufenthalte  und/oder die Möglichkeit internationale Erfahrungen und Kompetenzen vor Ort zu erwerben (und zwar unabhängig vom sozialen oder ökonomischen Hintergrund).

Die Bausteine von „Curricula neu“ sollen zudem den Diskurs und den Austausch zwischen den Disziplinen ermöglichen. Studierende werden befähigt, wissenschaftlich korrekt sowohl fachliche als auch wertorientierte Fragen zu stellen, Probleme zu lösen und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung des eigenen Faches/der eigenen Disziplin, als auch der Gesellschaft zu liefern.

Präsentation Curricula neu

 

Weitere Informationen zu "Curricula neu" finden Sie auf der FAQ-Seite zu "Curricula neu" und zu den "Erweiterungssstudien".  Sie können sich aber gerne auch an die  Mitarbeiterinnen im Büro für Bolognaprozess und Lehreentwicklung wenden oder unsere Bologna-Beauftragte Mag. Christina Raab (Christina.Raab@uibk.ac.at) kontaktieren.

 

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