Vorlesung
„Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie: Eucharistie”

Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen,
Wintersemester 2017/18

Letzte Änderung: 1. Februar 2018 (Datei 06-liturgischedienste.pdf geändert, enthält nun nähere Angaben, ähnlich wie in der Vorlesung vorgetragen; außerdem: kurze Erläuterung zu Epikie und Oikonomia, ganz unten auf dieser Seite)

Semesterplan

Literaturhinweise

Handouts

Prüfungsanforderungen

Lernziel

Die Studentinnen und Studenten

  • kennen den Ablauf der römisch-katholischen Eucharistiefeier an gewöhnlichen Sonntagen gemäß dem Missale Romanum von 1969/70 mit allen damit verbundenen Fachtermini,
  • können die theologische Bedeutung der einzelnen Elemente im Kontext der gesamten Feier und ihrer historischen Grundlagen sachgerecht – entsprechend dem Forschungsstand der vorgestellten Fachliteratur – darstellen,
  • und können Kriterien für die sachgerechte ästhetische Gestaltung der Eucharistiefeier benennen und anhand pastoralliturgischer Einzelfragen kritisch anwenden.

Mündliche Prüfung

Termine für die mündlichen Prüfungen

  • Mittwoch, 31. Jänner 2018, 17.30–19.30 Uhr (im 15-Minuten-Abstand)
  • Mittwoch, 7. März 2018, 12.30–13.30 Uhr (im 15-Minuten-Abstand)
  • Mittwoch, 14. März 2018, 12.30–13.30 Uhr (im 15-Minuten-Abstand)

Grundlage für die mündliche Prüfung

  • Reinhard Meßner: Einführung in die Liturgiewissenschaft. 2. Auflage Paderborn u.a. 2009. S. 150–226,
  • Christian Renken: Richtig Messe feiern. Ein Leitfaden für die Eucharistiefeier am Sonntag. Regensburg 2009. S. 38–90 und 102–118 (= die Kapitel „Liturgie des Wortes”, „Eucharistische Liturgie”, „Rollenverteilung”),
  • Alexander Schmemann: Eucharistie. Sakrament des Gottesreichs. Einsiedeln 2005. S. 212–225 (= das Kapitel „Das Sakrament der Anaphora”).
  • Sie dürfen zur Prüfung ein selbst vorbereitetes A4-Blatt mitbringen (Sie dürfen dieses Blatt auf Vorder- und Rückseite nach Belieben beschreiben, bedrucken, bemalen...).

Ablauf der mündlichen Prüfung

  • Sie erhalten am Beginn zwei Einstiegsfragen zur Auswahl, von denen Sie eine auswählen. Diese Einstiegsfragen beziehen sich auf zentrale Themenfelder der Prüfungsliteratur, zum Beispiel:
  • Was bedeutet „Wandlung” im Zusammenhang des eucharistischen Hochgebets?
  • Was bezeichnen die Begriffe „Anamnese” und „Epiklese” im Zusammenhang des eucharistischen Hochgebets?
  • Wie verhält sich die christliche Eucharistiefeier zum jüdischen Pessachmahl?
  • Welche Bedeutung hat der Wortgottesdienst innerhalb der Eucharistiefeier?
  • Aus welchen Anlässen wurde im Laufe der Geschichte Eucharistie gefeiert, besonders im römischen Ritus?
  • Welche grundsätzlichen Kritikpunkte äußert Christian Renken gegen heutige Gestaltungsformen der Eucharistiefeier?
  • Was kritisiert Alexander Schmemann an der westlichen Schultheologie in Bezug auf das eucharistische Hochgebet?
  • ...
  • Von dieser Einstiegsfrage aus entwickelt sich dann ein Prüfungsgespräch, das weitere Aspekte der Literatur einbezieht.

Schriftliche Prüfung (Hausarbeit)

  • Wenn Sie die Vorlesung durch eine Hausarbeit abschließen möchten, so sprechen Sie das Thema mit mir ab (am besten per E-Mail: liborius.lumma@uibk.ac.at). Sie erhalten dann zu diesem Thema nähere Literaturangaben (vermutlich aus der Literaturliste zur Vorlesung).
  • Die Hausarbeit benötigt einen prägnanten Titel (aber kein ausgearbeites Titelblatt); korrekte Zitate in Form von Fußnoten (aber kein eigenes Literaturverzeichnis); eine angemessene optische (typografische) Gestaltung.
  • Die Hausarbeit wird bewertet nach diesem Kriterienkatalog: Download – Hinaufgeladen am 10. Oktober 2017, die vorherige Datei gilt nicht! –
  • Wenn Sie in einem der angegebenen Kriterien 0 Punkte haben, müssen Sie die Hausarbeit neu einreichen. Wenn Sie auch in der dritten Fassung keine positive Bewertung erhalten, müssen Sie die Prüfung mündlich ablegen. Sie dürfen die Arbeit auch freiwillig bis zu dreimal einreichen, um Ihre Abschlussnote zu verbessern.

Videos

Dispens, Epikie, Oikonomia

  • Dispens: Befreiung von einem Gesetz
  • Epikie: Nichtanwendung eines Gesetzes im Einzelfall (aus höheren, meist ethischen Gründen)
  • Oikonomia: In den Ostkirchen angewendetes pastorales und moralisches Prinzip, wonach immer danach zu fragen ist, was in einer konkreten Situation am besten dem Menschen zum Heil gereicht (in seinem Glauben, in seiner Gottesbeziehung etc.). Dispens und Epikie sind Rechtsprinzipien, Oikonomia hingegen ist nicht juristisch, sondern nur pastoral fassbar (im Rahmen der seelsorgerlichen Begleitung).