„Liturgische Grundvollzüge”

(Benediktbeuern, 23.–25. Februar 2015)

– wird noch ergänzt! –

Literaturhinweise

Zur Liturgie allgemein

  • Reinhard MESSNER: Einführung in die Liturgiewissenschaft. 2. Auflage Paderborn 2009.
  • Martin LÄTZEL: Gott begegnen. Liturgie verstehen und feiern. Regensburg 2005.
  • Martin STUFLESSER/Stephan WINTER: Grundkurs Liturgie. 6 Bände. Regensburg ab 2004.
  • Adolf ADAM/Winfried HAUNERLAND: Grundriss Liturgie. Neuausgabe (9. Auflage) Freiburg u.a. 2012.
  • Albert URBAN/Marion BEXTEN: Kleines Liturgisches Wörterbuch. Freiburg/Wien 2007.
  • Rupert BERGER: Pastoralliturgisches Handlexikon. Das Nachschlagewerk für alle Fragen zum Gottesdienst. Freiburg 2013.
  • Michael MEYER-BLANCK: Liturgie und Liturgik. 2. Auflage Göttingen 2009.
  • Liborius Olaf LUMMA: Crashkurs Liturgie. Eine kurze Einführung in den katholischen Gottesdienst. 2. Auflage Regensburg 2012.

Zur Liturgiegeschichte und zur Vielfalt liturgischer Riten

  • Marcel METZGER: Geschichte der Liturgie (UTB für Wissenschaft 2023). Paderborn 1998.
  • Kleine Konfessionskunde. Hrsg. vom J.-A.-Möhler-Institut. 4. Auflage Paderborn 2005.
  • Basilius J. GROEN / Christian GASTGEBER (Hgg.): Die Liturgie der Ostkirche. Ein Führer zu Gottesdienst und Glaubensleben der orthodoxen und orientalischen Kirchen. Freiburg/Basel/Wien 2912.

Zur Eucharistiefeier

  • Die einschlägigen Kapitel in der oben genannten allgemeinen Literatur zur Liturgie
  • Thomas SCHUMACHER: Die Feier der Eucharistie. Liturgische Abläufe, geschichtliche Entwicklungen, theologische Bedeutung. Pößneck 2009.
  • Adolf ADAM: Die Eucharistiefeier. Quelle und Gipfel des Glaubens. Freiburg/Brsg. 1991.
  • Michael KUNZLER: Liturge sein. Entwurf einer ars celebrandi. Paderborn 2007. S. 335-599.
  • Christian RENKEN: Richtig Messe feiern. Ein Leitfaden für die Eucharistiefeier am Sonntag. Regensburg 2009.
  • Alexander SCHEMANN: Eucharistie. Sakrament des Gottesreiches. Einsiedeln 2005.
  • Giles DIMOCK: 101 Questions & Answers on the Eucharist. New York/Mahwah 2006.

Zum Kirchenraum

  • Klemens RICHTER: Kirchenräume und Kirchenträume. Die Bedeutung des Kirchenraums für eine lebendige Gemeinde. Freiburg/Basel/Wien 1999.
  • Allan DOIG: Liturgy and Architecture. From the Early Church to the Middle Ages. Aldershot 2008.
  • Uwe Michael LANG: Conversi ad Dominum. Zur Geschichte und Theologie der christlichen Gebetsrichtung. Einsiedeln 2005.

Zur Tagzeitenliturgie

  • Martin KLÖCKENER/Heinrich RENNINGS (Hgg.): Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe. Freiburg 1989.
  • Robert TAFT: The Liturgy of the Hours in East and West. The Origins of the Divine Office and its Meaning for Today. 2. Aufl. Collegeville 1993.
  • Gregory W. WOOLFENDEN: Daily Liturgical Prayer. Origins and Theology. Aldershot 2008.
  • Michael KUNZLER: Liturge sein. Entwurf einer ars celebrandi. Paderborn 2007. S. 601-660.
  • Liborius Olaf LUMMA: Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in die Geschichte und Praxis des Stundengebets. Regensburg 2011.

Zum Kirchenjahr

  • Karl-Heinrich BIERITZ/Christian ALBRECHT: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart. 9. Auflage München 2014.

Zu den Sakramenten bzw. den sakramentalen Liturgien

  • Die einschlägigen Kapitel in der oben genannten allgemeinen Literatur zur Liturgie
  • Eva-Maria FABER: Einführung in die katholische Sakramentenlehre. 3. Auflage Darmstadt 2011.
  • Lothar LIES: Sakramententheologie. Eine personale Sicht. Graz/Wien 1990.
  • Peter KNAUER: Der Glaube kommt vom Hören. Ökumenische Fundamentaltheologie. 6. Auflage Freiburg/Basel/Wein 1991. S. 240-255.

Zu einzelnen Diensten in der Liturgie

  • Gerd LOHAUS/Nicole STOCKHOFF: Wir in Gottes Dienst: Grundwissen für Lektoren, Kantoren und Kommunionshelfer. Freiburg 2014.
  • Marion DÜRR: Brannte uns nicht das Herz ...?": Struktur und Gestaltung der Wort-Gottes-Feier an Sonn- und Feiertagen am Beispiel der Rollenbücher für das deutsche Sprachgebiet. Regensburg 2011.
  • Michael KUNZLER: Dienst am Leib Christi. Paderborn 2012.
  • Liborius Olaf LUMMA: Laienpredigt – ein Überblick über die Argumente pro und contra. Innsbrucker Theologischer Leseraum 2012.

Zu den Aufbauelementen der Liturgie

  • Josef Andreas JUNGMANN: Der Gottesdienst der Kirche. Auf dem Hintergrund seiner Geschichte kurz erläutert. 3. Auflage Innsbruck 1962. S. 40-63.

Kirchliche Bestimmungen für den Gottesdienst und für liturgische Dienste

Websites

Video orthodoxer Gottesdienst

Handouts aus dem Seminar

Tagzeitenliturgie (Stundengebet)

Das offizielle Stundenbuch ist in der Anschaffung recht teuer. Es gibt aber fast alle Texte vollständig auf dieser Website oder auch als kostenlose App („Stundenbuch”).

Echtes „Must-have” für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst ist:

  • Kleines Stundenbuch. Im Jahreskreis. Morgen- und Abendgebet der Kirche aus der Feier des Stundengebets für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. 17. Auflage Freiburg 2010.
    Dies ist der Band für die gewöhnlichen Zeiten im Jahr, er kostet 16,50 €. Dazu gibt es drei weitere Bände: für Advent und Weihnachtszeit, für Fasten- und Osterzeit, für Heiligenfeste.

Wegen der Psalmenübersetzung und der Vertonung sehr reizvoll und empfehlenswert ist:

  • Benediktinisches Brevier. 2. Auflage Münsterschwarzach 2011.
    Der Ablauf der Tagzeiten ist hier aber aus dem Brauch der Benediktiner und weicht von der römisch-katholischen Normalform ab.

Gottesdienstgestaltung

Zur Hausarbeit (Abgabefrist: 30. April 2015!)

Für die Hausarbeit gelten die allgemeinen Anforderungen, die die KSFH für Hausarbeiten beschlossen hat. Um Ihnen verständlich zu machen, wie die Benotung zustande kommt, hier das von mir angewendete Punkteschema:

In jeder Kategorie gibt es vier Punktwerte: 0-1-2-3 oder 0-2-4-6.
Die volle Punktzahl, wenn die Anforderungen voll erfüllt sind,
die zweithöchste Punktzahl, wenn die Anforderungen zwar erfüllt sind, aber die Arbeit doch viele oder bedeutende Fehler beinhält,
die dritthöchste Punktzahl, wenn die Anforderungen nur knapp erfüllt sind,
null Punkte, wenn die Anforderungen nicht erfüllt sind.

Dabei gelten in den Kategorien folgende Punktwerte:
Inhaltliche Richtigkeit: 0-2-4-6
Vollständigkeit: 0-1-2-3
Aufbau: 0-1-2-3
Praxisbezug: 0-1-2-3
Kritische Reflexion: 0-2-4-6
Formale Gestaltung: 0-2-4-6

Die Gesamtpunktzahl wird dann in die Abschlussnote umgerechnet:
27 oder 26 Punkte: 1,0
25 oder 24 Punkte: 1,3
23 oder 22 Punkte: 1,7
21 oder 20 Punkte: 2,0
19 oder 18 Punkte: 2,3
17 oder 16 Punkte: 2,7
15 oder 14 Punkte: 3,0
13 oder 12 Punkte: 3,3
11 oder 10 Punkte: 3,7
9 Punkte: 4,0
8 Punkte oder weniger: 5,0

Ich teile Ihnen die Punktwerte in den einzelnen Kategorien und die Gesamtnote mit; dann können Sie, wenn Sie möchten, die Arbeit in verbesserter Form neu einreichen.

Hausarbeitsthemen

Das Hausarbeitsthema können Sie sich (nach Absprache mit mir) selber aussuchen. Hier einige Anregungen:

  • Ein Gebet aus dem Messbuch für eine bestimmte Zielgruppe (Kinder, Menschen mit reduzierten kognitiven Fähigkeiten...) umformulieren
    (dazu müssten Sie zuerst das Gebet analysieren, indem sie die darin enthaltenen Begriffe und den Aufbau des Gebets insgesamt erklären, anschließend ihre Neufassung erstellen und gut begründen)
  • Der Ambo und seine Verwendung
    (dazu sollten Sie Grundlagenwerke über Liturgie zur Rate ziehen, außerdem schauen, was die „Allgemeine Einführung in das Messbuch” über die Verwendung des Ambo sagt)
  • Psalmen im Gottesdienst
    (dazu sollten Sie Grundlagenwerke über Tagzeitenliturgie und Messe zur Rate ziehen: Wo kommen Psalmen vor und wie wird das begründet?)
  • Byzantinische Liturgie
    (dazu sollten Sie ein Grundlagenwerk und Lexikonartikel über die byzantinische Liturgie zur Rate ziehen; Sie können den Schwerpunkt zum Beispiel auf die Eucharistiefeier oder auf Festtage im Kirchenjahr legen)
  • Die Basilika als Grundform eines Kirchenraums
    (Lexikonartikel über die Basilika, Grundlagenwerke über Geschichte des Kirchenbaus)
  • Kirchengebäude in Ellipsenform
    (aktuelle Veröffentlichungen zu modernem Kirchenbau)
  • Tagzeitenliturgie im Gotteslob
    (Was ist Tagzeitenliturgie? Welches Material wird im GL zur Verfügung gestellt? Unterschiede zum alten GL?)
  • Die Komplet
    (Lexikonartikel zur Geschichte und Bedeutung der Komplet, Ablauf der Komplet heute, Komplet im GL)
  • Predigt (Homilie) in der Eucharistiefeier
    (Wozu soll gepredigt werden? Wer kann/darf/soll/muss (nicht) predigen? Vorgaben zur Predigt im Messbuch oder der Allgemeinen Einführung in das Messbuch)
  • Frauendiakonat
    (Zeugnisse in der frühen Kirchengeschichte, Ideen heute, heutige Lehrmeinung)
  • Kommunionhelfer(in)
    (Geschichte der Kommunionspendung durch Laien in der Eucharistiefeier und außerhalb, heutige Bestimmungen)
  • Der Eröffnungsteil der Messe
    (Welche Variationsmöglichkeiten gibt es, was unterscheidet Sonntage von Werktagen, welche Gestaltung sollte man bei welcher Gelegenheit wählen?)
  • Der Wortgottesdienst der Messe (Liturgie des Wortes)
    (Unterschiede Sonntag-Werktag, Bedeutung der einzelnen Elemente, Rollenträger/innen bei welchen Teilen)

„Crashkurs Liturgie”

Das Buch „Crashkurs Liturgie. Eine kurze Einführung in den katholischen Gottesdienst” können Sie bei mir per E-Mail bestellen (olaf.lumma@uibk.ac.at); Preis: 11,50 €.

Sacrosanctum Concilium (Konzilskonstitution über die Liturgie), Artikel 7

[...] Christus [ist] seiner Kirche immerdar gegenwärtig, besonders in den liturgischen Handlungen.

Gegenwärtig ist er im Opfer der Messe sowohl in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht – denn „derselbe bringt das Opfer jetzt dar durch den Dienst der Priester, der sich einst am Kreuz selbst dargebracht hat” –, wie vor allem unter den eucharistischen Gestalten.

Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den Sakramenten, so dass, wenn immer einer tauft, Christus selber tauft.

Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden.

Gegenwärtig ist er schließlich, wenn die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat: „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen” (Mt 18,20).

In der Tat gesellt sich Christus in diesem großen Werk, in dem Gott vollkommen verherrlicht und die Menschheit geheiligt werden, immer wieder die Kirche zu, seine geliebte Braut. Sie ruft ihren Herrn an, und durch ihn huldigt sie dem ewigen Vater. Mit Recht gilt also die Liturgie als Vollzug des Priesteramtes Jesu Christi; durch sinnenfällige Zeichen wird in ihr die Heiligung des Menschen bezeichnet und in je eigener Weise bewirkt und vom mystischen Leib Jesu Christi, d.h. dem Haupt und den Gliedern, der gesamte öffentliche Kult vollzogen. Infolgedessen ist jede liturgische Feier als Werk Christi, des Priesters, und seines Leibes, der die Kirche ist, in vorzüglichem Sinn heilige Handlung, deren Wirksamkeit kein anderes Tun der Kirche an Rang und Maß erreicht.

Röm 6,3–11

Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein. Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Denn durch sein Sterben ist er ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott. So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.