Einleitung

Gegenwärtige Modernisierungsschübe in Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur verleihen dem gesamten Bildungsbereich eine ausgesprochen intensive Dynamik. In diesem Rahmen bietet das Forschungszentrum Bildung – Generation – Lebenslauf (FZ BGL) die Chance, auf eine Reihe von Herausforderungen sowohl kritisch-reflexiv als auch aktiv handelnd zuzugehen, wie zum Beispiel:

  • die Neubestimmung von Bildung und Erziehung an sich und ihrer Möglichkeiten und Grenzen in ihrem Beitrag zu gesellschaftlicher und kultureller Entwicklung;
  • die Untersuchung der Einwirkung von Generationenverhältnissen auf Lernprozesse und Kompetenzentwicklung in Gesellschaften, die sich demographisch zusehends verändern;
  • die Erforschung der Auswirkungen von zunehmend individualisierten und rekursiven Lebenslaufmustern auf Lernwünsche, -bedürfnisse und -notwendigkeiten;
  • die Förderung von Handlungsfähigkeit und konstruktivem Zusammenleben in multikulturellen, mobilen Gesellschaften.

Das Potential dieses Forschungszentrums lässt sich mit zwei Hauptmerkmalen zusammenfassen. Erstens stehen Wechselwirkungen und Spannungsverhältnissen zwischen drei klassischen, grundlegenden Schaltstellen der Struktur-Agenz-Dialektik im Zentrum der Aufmerksamkeit – und daher die Bindestriche zwischen Bildung – Generation – Lebenslauf. Zweitens sucht das FZ BGL seine Wirkung an Schnittstellen zu entfalten und zwar in der Kommunikation und Vernetzung zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung, zwischen Forschung, Politik und Praxis in den Erziehungswissenschaften, zwischen Hochschule und Gesellschaft.