Bessere_Wahl

 

 

Gedankensplitter zum Thema "vor und nach der Wahl"

(beinahe) jeden Tag ein Beitrag im Umfeld Unserer Universität

 

Tag nach der Wahl:

Großen Dank an alle die uns gewählt haben, Danke allen, die aktiv beteiligt waren.
2 Mandate sind ein ausgezeichnetes Ergebnis!

Vorläufiges Ergebnis: 751 abgegebene Stimmen, davon 12 ungültige Stimmen



Erwin Vones,
fcg und Unabhängige
Sicht-Wechsel
+ fair-sozial-gemeinsam (FSG) 
Unsere Universität

 fairplay@uibk
– Initiative für einen unabhängigen
Betriebsrat

Stimmen   295  92  101  251
Mandate  6
 1  2  5
Prozentanteil  39,92%  12,45%  13,67%  33,96%


Weitere Vorgangsweise:

Bis Montag, den 26.11.2012, müssen alle erstgereihten neuen BR Mitglieder melden, ob
sie die Wahl annehmen. Wenn nicht, rückt das nächst gereihte Listenmitglied nach.

Innerhalb von 2 Wochen muss das älteste Mitglied des neuen Betriebsrates die konstituierende
Sitzung einberufen, die spätestens 6 Wochen nach der BR Wahl (3.1.2013) statt finden muss.
In dieser Sitzung werden der Vorsitzende und andere Funktionen des Betriebsrates gewählt.


Tag 2 vor dem Wahlende:

Gestern wurden in Abstimmung mit dem Betriebsinhaber die letzten Wahlwerbungen
aller kandidierenden Gruppen per Email im reinen Textformat verschickt.

Jetzt liegt es an Ihnen. Stärken Sie den Betriebsrat mit Ihrer Stimme!

Unterstützen Sie "Unsere Universität" bei der Betriebsratswahl am

21. und 22. November 2012 im Senatssitzungssaal (Hauptgebäude, Innrain 52)

damit wir mit Ihnen gemeinsam neuen Schwung in alte Gewohnheiten bringen.

 

Tag 3 vor der Wahl: Warum "Unsere Universität"

Grundsätzlich vertritt der Betriebsrat die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebes. Selbstverständlich werden wir uns für die wirtschaftlichen, rechtlichen und gesundheitlichen Interessen und einen gerechte Arbeitswelt für Sie einsetzen. Jede Gruppierung, die für den Betriebsrat kandidiert, wird diese Aufgaben erfüllen müssen.
Wir wollen uns zusätzlich - gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Innsbruck - für ein besseres Arbeitsklima, größere Wertschätzung, bessere Aufstiegschancen und verstärkt für eine gerechtere Arbeitswelt einsetzen. Diese Punkte wurden von den Betriebsräten der letzten Perioden zwar immer wieder "gepredigt", konkrete Ergebnisse lassen auf sich warten und werden vermehrt vermisst.

Gemeinsam für einen starken Betriebsrat, damit dass Klima sich wieder verbessert!


Tag 5 vor der Wahl: "Führungskräfte II"

Führungskraft zu sein bedeutet eine Organisation oder ein Team zu führen. Dazu gehört auch beidseitige Akzeptanz und gegenseitiges Vertrauen. Es bürgert sich aber immer mehr ein, dass externe Berater bei gezogen werden, um Lösungen zu finden und/oder Problem zu lösen. Oft lernen diese Berater von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfassen eine Empfehlung auf Basis dieses Wissen. Brauchen Führungskräfte eine externe Absicherung? Haben sie verlernt eigenständig zu entscheiden? Haben sie keine Meinung mehr? Oder vertrauen sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht mehr?
Die Auswahl von Führungskräften muss zu einem zentralen Punkt an unserer Universität werden. Wir besitzen viele hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Aufgabe erfüllen können. Sie haben auch die Erfahrung, um mit ihrem Team gemeinsam in die gleiche Richtung gehen und um die von der Leitung der Universität geforderten Vorgaben zu erbringen. Papiere von externen Beratern, finanziert mit öffentlichen Geldern welche in einer Schublade verschwinden, helfen niemanden.

Die Leistungen der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweist sich meist als zielführender und für die Universität Innsbruck als wertvoller.

 

Tag 7 vor der Wahl: "Führungskräfte"

Die Universität Innsbruck legt Wert auf ihre Führungskräfte. (siehe → Fortbildungsprogramme „A – Z“für Führungskräfte, Konfliktregelungen, etc. ).

Dennoch scheint sich der in vielen Unternehmen mit ExpertInnen-Teams - welche gerade an den Universitäten für den täglich anfallenden Betrieb unbedingt notwendig sind - vorherrschende partizipativ-situative Führungsstil nicht an unserer Universität durchzusetzen oder ist auch nicht gewollt. Dieser Führungsstil zeichnet sich durch ständige Information über aktuelle Entwicklungen und die Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Entscheidungsprozessen aus. Dabei werden die Erfahrung und das Expertentum der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation oder eines Teams geschätzt und gefördert, um höhere Motivation und Leistungsbereitschaft und eine stärkere Bindung an das Unternehmen zu erzielen.

Schade, dass es das so selten an unserer Universität gibt!

 

Tag 8 vor der Wahl: "Kollektivvertrag"

Mit der Ausgliederung der Universitäten wurde ein Kollektivvertrag notwendig, damit alle beteiligten Parteien Rechtssicherheit bekommen. Es ist wichtig, dass es diesen "Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen der Universitäten" gibt.
Die innerhalb des Kollektivvertrages verhandelten Gehälter sind als Mindestgehalt zu sehen, Bezahlungen darunter sind verboten. Die meisten Betriebe und Unternehmen zahlen in der Regel über dem für sie geltenden Kollektivvertrag.
Nicht so an den Universitäten Österreichs und damit auch unserer Universität. Geprägt von Beamten-Dienstrechtsgesetz ("BDG") und Vertragsbedienstetengesetz ("VBG") wird der Kollektivvertrag als Maximallohn gesehen und folglich nach den Mindestlöhnen bezahlt. Selbst der im Kollektivvertrag geregelte ExpertInnenstatus, der eine leichte Lohnerhöhung ermöglicht, ist an unserer Universität bereits mehrmals beantragt worden, bis dato gibt es aber noch keine einzige Zuerkennung für MitarbeiterInnen des allgemeinen Personals.

 

Tag 9 vor der Wahl: "Webauftritt"

Webauftritte kosten Zeit und benötigen eine Redaktion. Auch wir versuchen während der Wahl einen Webauftritt zu betreuen. Wichtig jedoch wäre, dass der Betriebsrat als Kollegialorgan und nicht einzelne Gruppierungen innerhalb des Betriebsrates dieses Medium auch als Gedanken- und Informationsaustausch mit seinen Wählerinnen und Wähler nutzen sollte. Mittlerweile wollen es alle Listen - es stand jedoch auch bei der letzten Wahl 2008 in so manchem Programm.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass innerhalb des Betriebsrates speziell dafür zuständige Mitglieder den redaktionellen Teil übernehmen, um Inhalte, Informationen, Fragen und Anregungen angemessen, verständlich und zeitnah für alle zu präsentieren.

Ein Beispiel:

Es gibt mehrere → Betriebsvereinbarungen für das allgemeine Personal der Universität Innsbruck, die für alle im Intranet einsehbar sind. Sind diese Betriebsvereinbarungen jedoch wirklich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelesen bzw. die für sie wesentlichen Punkte erkannt worden? Die Aufgabe eines Betriebsrates wäre es, diese Inhalte kompakt und verständlich zu präsentieren, das Verhandlungsergebnis zu erläutern (warum musste dieser oder jener Kompromiss getätigt werden) und Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien überblicksartig und informativ darzustellen.


Tag 10 vor der Wahl: "Perspektiven"

Wir wollen uns verstärkt für die grundsätzlichen Aufgaben eines Betriebsrates einsetzen und dabei den Schwerpunkt neben den rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekten vermehrt auf die sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen.

Bereits in der letzten Betriebsratsperiode wurde viel erreicht und vieles über Betriebsvereinbarungen und Richtlinien geregelt und verbessert. Dennoch breitet sich innerhalb der Universität eine Stimmung aus, die von Perspektivenlosigkeit, Arbeitsplatzängsten und Engagementverlust geprägt ist. Die Universität Innsbruck sollte nicht nur davon schreiben, welch guter Dienstgeber sie ist und was sie den Bediensteten alles bietet (siehe Ende der Seite Karriereportal), sondern dies auch wirklich leben. Geschlossene Bürotüren statt reger fachlicher und helfender Gedankenaustausch und sich geistig vermehrt absentierende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht Basis eines kreativen universitären Betriebes, der für Studierende und wissenschaftliches Personal eine solide Ausbildungs- und Arbeitsumgebung schafft.

Wir müssen wieder stolz darauf werden, für unsere Universität zu arbeiten!


Tag 11 vor der Wahl: "Freistellungen"

Wir sind überzeugt, dass vollkommen von ihrer Arbeit freigestellte Betriebsräte kein optimaler Zustand sind.
Ja, es ist wichtig, dass es Freistellungen gibt, denn ein vernünftiges Arbeiten für die Bediensteten unserer
Universität ist neben eines normalen Dienstverhältnisses nicht machbar - Engagement kostet Zeit …

Daher wollen wir - analog zu den Betriebsräten des wissenschaftlichen Personals - ausschließlich teilweise freigestellte Betriebsräte, die den Kontakt zu ihren Wählerinnen nicht vollständig verlieren und zu "Berufsräten" werden.


Tag 12 vor der Wahl: "Mandatsmehrheit"

Bei der letzten Betriebsratswahl 2008 hatten die beiden kandidierenden Listen jeweils 7 Mandate
für den Betriebsrat erhalten. Durch das bei Mandatsgleichstand gesetzlich vorgeschrieben Verfahren,
erhält automatisch die Gruppierung mit den meisten WählerInnenstimmen den Vorsitzenden des Betriebsrates.

In Folge zählt bei jeder Abstimmung innerhalb des Betriebsrates (z.B. Wahl des Stellvertreters) bei Stimmengleichheit jener Entscheid, für den der Vorsitzende gestimmt hat, d.h. die Liste des Vorsitzenden kann "es sich richten" ….

Wichtig bei dieser Wahl ist daher

  • diesen Zustand zu verändern,
  • damit auch innerhalb des Betriebsrates ein freies Spiel der Kräfte, von Vorstellungen und der Entscheidungen stattfindet
  • und somit für die Bediensteten der Universität Innsbruck eine optimale Vertretung gegeben ist.

Tag 13 vor der Wahl: "Wahlkampf"

Die Anmeldefrist für die Wahlvorschläge zur Wahl des Betriebsrates des allgemeinen Personals der Universität Innsbruck ist ausgelaufen ....

Bereits vor Ablauf dieser Frist und nachdem noch nicht alle Listen genehmigt, die Beeinspruchungsfrist noch nicht abgelaufen war (Freitag 9.11.2012), haben die beiden "politischen" Parteien in Hochglanz und "gestylter" Ausfertigung ihre ersten Aussendungen gemacht - nicht zuletzt mit eigenem WählerInnenverzeichnis, das die anderen kandidierenden Listen erst gestern erhalten haben!

Auch über die Reihenfolge der zur Wahl stehenden Listen hat man sich geeinigt, zwar im Konsens aber unter Hinweis, dass

  • die Reihenfolge vom Wahlvorstand festzulegen ist,
  • aber bereits bei den letzten Wahlen angetretenen Gruppierungen gegenüber neu antretenden nicht benachteiligt werden sollen (Zitat: "Obwohl es keine Angaben über die Reihenfolge gibt, ist Willkür des Wahlvorstandes sicher nicht im Sinne des Gesetzgebers. Das heißt, man sollte sich zum Beispiel nach den Erfolgen der letzten Wahl orientieren.")
  • daher FSG ("rot") und FCG ("schwarz") an erster und zweiter Stelle stehen.

Wir gehen aber davon aus, dass die Reihenfolge am Stimmzettel nicht ausschlaggebend für die Wahl sein wird. Wir sind der Überzeugung, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Innsbruck sehr wohl bewusst ihr "Kreuzchen" an der richtigen Stelle machen werden und nicht nur den Ersten oder Zweiten der Wahlliste wählen!

Konstruktiv

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