Mehr Nettobezug für ältere Arbeitnehmer/innen

Betrifft: ArbeitnehmerInnen, die über das Datum ihres Pensionsantrittes hinaus weiter arbeiten

Wenn diese Situation Sie betrifft, dann zahlen nach § 51 Abs. 7 ASVG sowohl der Arbeitgeber, als auch Sie ab dem Stichtag, an dem Sie Ihre Pension antreten könnten, jeweils nur die halben Pensionsbeiträge.

Dies ist dann der Fall, wenn Sie als DienstnehmerIn

  • bereits Anspruch auf eine Alterspension haben,
  • diesen Anspruch noch nicht geltend gemacht haben,
  • Sie sich in der pensionsversicherungsrechtlichen Bonusphase befinden und
  • keinen bestehenden Anspruch auf eine Eigenpension (Invaliditätspension, Erwerbsunfähigkeitspension) haben.

Vorteile für Sie als DienstnehmerIn:

  • mehr Nettogehalt
  • bei der späteren Pensionsberechnung werden weiterhin die vollen Beitragsgrundlagen herangezogen.
  • Erhöhung der Pensionsleistung für die Monate der späteren Inanspruchnahme (Bonifikation)

Dies gilt also für den Zeitraum, um den der (an sich mögliche) Antritt der Alterspension aufgeschoben wird. Davon profitieren beide Seiten  - DienstgeberIn und DienstnehmerIn. Für die ArbeitnehmerIn ergibt sich daraus nämlich - je nach Bezugshöhe - ein Plus von in etwa 5 % vom Bruttobezug! Diese Vergünstigung ist für Sie nicht antragspflichtig, d.h. Sie brauchen selbst nicht aktiv zu werden, der Arbeitgeber setzt diese Vergünstigung ohne Aufforderung um.
Sollten Sie davon ausgehen, dass diese Bestimmung auf Sie zutrifft und Sie Fragen dazu haben, kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Weitere Informationen:

Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG) § 51:
https://www.jusline.at/51_Allgemeine_Beitr%C3%A4ge_f%C3%BCr_Vollversicherte_ASVG.html