Logo Fairplay klein - Die ersten 100 Tage:
Was wir für Sie in den ersten 100 Tagen im Betriebsrat initiieren werden.

Uns geht es um Inhalte, nicht um Posten.

Daher legen wir offen, was wir in den ersten 100 Tagen im Betriebsrat beantragen werden.

Zur besseren Überschaubarkeit haben wir die Punkte nach Themen sortiert, die Sie mit den nachfolgenden Links direkt anwählen können.


Themengruppe 1 - Die allgemeinen Universitätsbediensteten finanziell entlasten

  1. Gehaltsaufzahlungen:
    Wir sind für eine faire und transparente Verteilung von Gehaltsaufzahlungen. Niemand soll mehr als 40 % über dem gesetzlichen bzw. kollektivvertraglich vorgesehenen Gehalt verdienen. Die dadurch eingesparten Beträge sollen für eine Erhöhung der Gehälter derer verwendet werden, die keine Aufzahlungen erhalten.

  2. Prüfung der Arbeitsplatzbewertungen auf Verbesserungsmöglichkeiten:
    Der Analyse des Rechnungshofs zufolge (http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2014/berichte/teilberichte/bund/Bund_2014_03/Bund_2014_03_5.pdf)  fielen die Arbeitsplatzbewertungen in Innsbruck unterdurchschnittlich aus. Wir werden initiieren, dass die Arbeitsplatzbewertungen auf Verbesserungsmöglichkeiten für die Bediensteten überprüft werden.

  3. Soziale Staffelung der Parkplatzentgelte mit kostenfreier Parkplatzbenützung für KleinverdienerInnen.
    Es ist nicht einzusehen, dass beispielsweise ein/eine ProfessorIn mit einem Gehalt von € 8.000,-- dasselbe Entgelt bezahlt wie ein/eine SekretärIn oder ein/eine SachbearbeiterIn im administrativen Bereich. Wir können die Belastung der allgemeinen Bediensteten daraus um rund € 40.000,-- reduzieren, das entspricht auf Bruttobasis einer Entlastung von rund € 60.000,--.

  4. Inflationsanpassung des Weihnachtsgeldzuschusses

  5.  Pendlerförderung auch für Bedienstete, die nicht in Innsbruck wohnen:
    Das IVB-Topticket nützt InnsbruckerInnen – von auswärts einpendelnde Bedienstete und Mitarbeitende an dislozierten Standorten sollen unserer Ansicht nach auch gefördert werden.

  6. Anpassung des Fahrtkostenzuschusses an die Preissteigerungen der Kosten für den Berufsverkehr (Öffis, Fußgänger, Radfahrer, aber auch PKW-Verkehr)

  7. Sicherstellung einer Nachfolgeregelung für das Top-Ticket nach dem Auslaufen dieser Aktion.

  8. Nutzung von steuerbegünstigten Sachzuwendungen (z. B. Gutscheine):
    Damit können, ohne jegliche Steuerkosten für den Dienstgeber, Auszahlungen bis zu € 186,-- pro Mitarbeitendem steuerfrei ausbezahlt werden. Die Ersparnis für den jeweiligen Bediensteten beträgt je nach Einkommensstufe bis zu rd. € 180,-- pro Jahr.

  9. Betriebsratsbudget:
    Das Budget des Betriebsrats soll für die Bediensteten transparent gemacht und offen gelegt werden. Die Bediensteten haben ein Recht darauf, über die Verwendung dieser Gelder informiert zu werden.

  10. Verwendung allfälliger Restmittel des Betriebsratsbudgets zur Erhöhung des Weihnachtsgeldzuschusses für schlecht verdienende Kolleginnen und Kollegen sowie für soziale Härtefälle.

 

Themengruppe 2 – Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit verbessern

  1. Ausweitung der Mittagspausenregelung auf 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr (statt bisher 12.00 Uhr bis 13.30 Uhr)
    Die derzeitige Mittagspausenregelung führt zu unnötig langen Wartezeiten in den Mensen und ist für Kolleginnen und Kollegen, die schon früh zu arbeiten beginnen (viele beginnen bereits um 7.00 Uhr) auch gesundheitlich/ernährungsphysiologisch alles andere als optimal (und insofern auch der Leistungsfähigkeit abträglich). Wir werden daher beantragen, den Beginn der zulässigen Mittagspausenzeit auf 11.00 Uhr vorzuverlegen. Dies ermöglicht die Wahrnehmung der Mittagspause in einem Zeitfenster von 3 Stunden, was an der Mehrzahl der Organisationseinheiten kein Problem darstellt.

  2. Evaluierung der Vorgesetzten durch ihre Mitarbeitenden regelmäßig unter Wahrung des Datenschutzes, um der Universitätsleitung die Möglichkeit zu geben, Maßnahmen zu setzen.

  3. Schaffung von Rahmenbedingungen und Instrumenten, um angstfrei Kritik anbringen zu können

  4. Seriöse MitarbeiterInnenbefragungen mit transparenter Auswertung (unter Wahrung des Datenschutzes) und nachvollziehbarer Maßnahmenplanung

  5. Überarbeitung der Betriebsvereinbarung zum Mobbing:
    In der gegenwärtigen Betriebsvereinbarung fehlen vielfach wirksame und ausgereifte Instrumente zur Prävention und zur Bekämpfung von Mobbing. 

  6. Einführung einer Wahlschablone für sehbehinderte bzw. blinde KollegInnen, um künftig die selbstbestimmte Wahrnehmung ihres Wahlrechts (z. B. bei Senatswahlen, Betriebsratswahlen, Wahlen zu universitären Kollegialorganen usw.) zu gewährleisten.
    Für die sehbehinderten bzw. blinden Kolleginnen und Kollegen stellt die derzeitige Handhabung, sich durch eine Person begleiten zu lassen, eine unnötige Einschränkung des Wahlgeheimnisses und überdies eine leicht behebbare Einschränkung der gerade für Behinderte wichtigen Selbstständigkeit dar. Wir werden daher beantragen, beim Dienstgeber anzuregen, für künftige Wahlen, die in seinem Wirkungsbereich zu organisieren sind, solche Wahlschablonen vorzusehen.

 Themengruppe 3 - Mehr Transparenz im Betriebsrat

  1. Festlegung eines Programms durch die Betriebsratsführung:
    Die jetzige Betriebsratsführung wurde 2012 ohne jede Vorberatung im Betriebsrat mit hauchdünner Mehrheit bestellt. Ein Programm gab es nicht, weil es bedauerlicher Weise nur um Posten ging. (Mit der Wahl zum Vorsitzenden ist bekanntlich eine Freistellung verbunden.) Wir werden daher initiieren, dass die Betriebsratsführung ein Programm ausarbeitet, und zwar vor sie sich ins Amt setzen lässt.

  2. Vorstellung der Betriebsratsführung vor ihrer Amtseinsetzung im Rahmen einer Betriebsversammlung.
    Wir wollen, dass die künftige Betriebsratsführung sich vor ihrer Amtseinsetzung einer Betriebsversammlung stellt. Damit wollen wir verhindern, dass gemauschelt wird und Posten wichtiger sind als Inhalte.

  3. Öffentliche Teile von Betriebsratssitzungen:
    Jene Teile von Betriebsratssitzungen, die keine Geheimhaltungserfordernisse (wie z. B. personenbezogene Daten oder Geschäftsgeheimnisse) haben, möchten wir öffentlich abhalten und werden dies im Betriebsrat beantragen. Dies ist rechtlich zulässig (Betriebsversammlung). Damit soll auch verhindert werden, dass Betriebsratsmitglieder Gerüchte und Halbwahrheiten in Umlauf setzen.

  4. Jährlicher Tätigkeitsbericht des (gesamten) Betriebsrats:
    Im Sinne umfassender Information werden wir einen jährlichen Tätigkeitsbericht initiieren, damit die vom Betriebsrat vertretenen Bediensteten Einblick erhalten, was der Betriebsrat tut. (Selbstverständlich sind datengeschützte oder sonst vertrauliche Informationen nicht Teil dieses Berichts).

  5. Mindestens quartalsmäßige Information des Betriebsrats an die Allgemeinen Universitätsbediensteten über relevante Themen (wie z.B. in Arbeit befindliche Betriebsvereinbarungen oder die Vordienstzeitenanrechnung) mittels Info-Newsletter statt Reklame des BR-Vorsitzenden in eigener Sache kurz vor der Wahl.

  6. Offenlegung des beruflichen Aufstiegs von Betriebsratsmitgliedern während Ihrer Betriebsratszugehörigkeit, um Transparenz sicherzustellen und Interessenskonflikten vorzubeugen. 

 Themengruppe 4 – Den Führungskräften auf die Finger schauen

  1. Selbstbeschränkung bei Führungskräften:
    Wir haben es als außerordentlich problematisch erlebt, dass eine Führungskraft zum Zeitpunkt seiner Bewerbung um eine Leiterstelle Mitglied des Betriebsrats war. Wir sehen hier einen gravierenden Interessenskonflikt, der unschön ist, viele Fragen aufwirft und vermieden werden muss. Daher werden wir uns dafür einsetzen, dass Führungskräfte, wenn sie sich auf Top-Positionen bewerben, ihrer Betriebsratsfunktion enthalten. Alle unsere KandidatInnen haben dies verbindlich zugesagt.

  2. Einhaltung der Verpflichtung zur Abhaltung von Betriebsversammlungen.
    Hierbei handelt es sich nicht bloß um ein Recht, sondern sogar um eine Pflicht (§ 43 ArbVG). Die Betriebsratsführung soll den Wählerinnen und Wählern Rede und Antwort stehen.
    Wir werden beantragen, dass die Verpflichtung des Betriebsrats (der ein Kollegialorgan ist!) eingehalten und die Termine frühzeitig bekannt gemacht werden.

  3. Verpflichtende Schulungen für Führungskräfte, um eine fachlich und menschlich kompetente Wahrnehmung von Führungsaufgaben zu gewährleisten. 

  4. Evaluierung der Vorgesetzten durch ihre Mitarbeitenden regelmäßig unter Wahrung des Datenschutzes, um der Universitätsleitung die Möglichkeit zu geben, Maßnahmen zu setzen (siehe auch Themengruppe 2). 

Themengruppe 5 – Den Betriebsrat zu einem funktionsfähigen Gremium machen

  1. Stärkung der Unabhängigkeit und Autonomie des Betriebsrats dem Arbeitgeber gegenüber, dazu gehört besonders die Offenlegung von allfälligen Nahebeziehungen von Betriebsratsmitgliedern in das Personalmanagement.

  2. Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem BR I, um gemeinsame Anliegen wirksamer voranbringen zu können. Wir werden beantragen, mindestens einmal jährlich eine gemeinsame Sitzung beider Betriebsräte abzuhalten.

  3. Regelmäßige Sprechstunden des Betriebsrats an den dislozierten Standorten.

  4. Bereitstellung einer zeitgemäßen und serviceorientierten Homepage des Betriebsrats:
    Die gegenwärtige Homepage dokumentiert eindrucksvoll, wie wenig aktiv die Führung des bisherigen Betriebsrats war. Service sieht anders aus. Wir werden für eine den Aufgaben des Betriebsrats entsprechende Homepage sorgen. 

  5. Barrierefreie Erreichbarkeit des Betriebsratsbüros.

  6.  Einhaltung des Rauchverbots im Betriebsratsbüro. 

  7. Einrichtung einer Onlineplattform des Betriebsrats, um wichtige Themen auf freiwilliger Basis erörtern zu können (z. B. Vordienstzeitenregelung). Wir werden zu diesem Zweck auch beantragen, einen FAQ-Bereich für dienstrechtliche Fragen auf der Betriebsratshomepage einzurichten.

  8. Gewährleistung neutraler Beratungs- und Assistenzfunktionen:
    Seit Jahrzehnten werden sämtliche Posten im Bereich des Betriebsrats an Listenmitglieder der Mehrheitsfraktion vergeben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Positionen nach Qualifikation vergeben werden.

  9. Nach dem Vorbild des Betriebsrats I treten wir für vier halbe Freistellungen auch für den Betriebsrat II statt (wie bisher üblich) zwei ganze ein: durch vier halbe Freistellungen wird es möglich, die Bandbreite der Interessen der Bediensteten besser abzubilden, Ausfälle besser abzufangen – und die FunktionärInnen verlieren nicht den Kontakt zur Basis.

     

Nach oben scrollen