Verstärken und Instandsetzen von Betonkonstruktionen

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Die Wiederherstellung der Spannbetonbrücken im Paznauntal

HR DDipl.-Ing. Martin ASCHABER, Amt der Tiroler Landesregierung
Dipl.-Ing. Hermann HINTRINGER, Kirsch-, Muchitsch & Partner ZT GmbH, Linz
Baurat h.c. Dipl.-Ing. Peter KIRSCH, Kirsch-, Muchitsch & Partner ZT GmbH, Linz
em. Univ.-Prof. Baurat h.c. Dr. Dr. h.c. Manfred WICKE,  Zivilingenieur für Bauwesen, Innsbruck

Die starken Regenfälle im August 2005 haben im Tiroler Oberland bei Zuflüssen zum Inn zu Hochwässern in der Größenordnung von HQ 5000 geführt. Im Paznauntal hat die Trisanna die Talhänge und Straßendämme an zahlreichen Stellen unterspült. Die dadurch entstandene Geschiebefracht hat die Durchflussöffnungen von zwei dreifeldrigen Spannbetonkastenbrücken verlegt. In der Folge hat der Fluss die unterwasserseitigen Widerlager untergraben, sodass aus dem anschließenden Brückenendfeld ein Kragarm wurde. Die Tragwerke haben die höhen- und lagemäßigen Verschiebungen ohne Risse ertragen. Deshalb wurde beschlossen, neue Widerlager zu errichten und die Brücken in ihre ursprüngliche Lage anzuheben bzw. zurück zu schieben. Im Zuge der Sanierungsarbeiten zeigte sich, dass bei einer Brücke eine Rundstütze Ø 1,20 m am Fundament abgebrochen war. Die Erneuerung dieser Stütze wurde ebenfalls erforderlich. Der vorliegende Aufsatz beschreibt die Schäden und deren Behebung. Die Wiederherstellung beider Brücken konnten noch vor Weihnachten 2005 erfolgreich abgeschlossen werden.