Spritzbeton-Technologie ´06


Frühhochfester Spritzbeton für Betoninstandsetzungen unter Betrieb

Dr.-Ing. Roland Bornemann, BoConsult, Kassel
Dipl.-Ing. Uwe Rubba, w+s bau-instandsetzung, Kassel
Dipl.-Ing. Peter Löschnig, Sika Deutschland, Stuttgart

Viele Verkehrswasserbauwerke wie zum Beispiel Schleusenanlagen mit nur einer Schleusenkammer können zur Durchführung von Instandsetzungsmaßnahmen nicht vollständig gesperrt, sondern allenfalls für wenige Stunden pro Tag bzw. Nacht außer Betrieb genommen werden. Da diese Problematik wegen des Alters und des daraus resultierenden Zustandes vieler Schleusen zunehmend an Bedeutung gewinnt, wurden von der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) Machbarkeitsstudien beauftragt. Im Rahmen eines Variantenvergleiches stellte sich die Instandsetzung mittels Spritzbeton als bestmögliche Variante zur Instandsetzung unter Betrieb heraus. Voraussetzung für die Realisierbarkeit war die Entwicklung eines frühhochfesten Spritzbetons, der die Verkehrsfreigabe nach vierstündiger Erhärtungsdauer ermöglicht. In einem Pilotprojekt wurden die Durchführbarkeit des Bauverfahrens und die Eignung des Spritzbetons bestätigt.