Nachhaltige Sicherung der guten Erfüllung der multifunktionalen Aufgaben der Landwirtschaft

„Die Landwirtschaft als wichtigste und vielleicht auch verantwortungsvollste menschliche Tätigkeit“
  1.  „Die Tatsache, dass die Landwirtschaft sowohl den ökonomischen als auch den ökologischen Ansprüchen der Nahrungsversorgung gerecht werden muss, bedingt grundsätzlich eine Sonderstellung der Landwirtschaft in der menschlichen Gesellschaft, wie sie keine andere Berufsgruppe für sich in Anspruch nehmen kann.“   (Aus dem bundesdeutschen „Sondergutachten März 1985 – Umweltprobleme der Landwirtschaft“).

  2. Die Landwirtschaft ist die wichtigste und vielleicht auch die verantwortungsvollste menschliche Tätigkeit.: Im Gegensatz zur Industrie besteht sie großteils aus lebenden Systemen, den Kulturlandschaften, sie benötigt und gestaltet mehr Landfläche als jede andere Wirtschaftssparte, sie liefert den notwendigsten vom Menschen erzeugten Umweltfaktor – die Nahrung. Die Sonderstellung zeichnet den bäuerlichen Beruf als einen der schönsten und achtenswertesten aus, sie verlangt aber auch besonders strenge Maßstäbe bei der Beurteilung von Produktionsmethoden.“  (Aus dem Villacher Manifest des 24. Österreichischen Naturschutztages 1976.)

  3. Eine ökologisch orientierte Agrarproduktion stellt eine große fachliche Herausforderung dar. Die verstärkte Vermittlung diesbezüglicher Kenntnisse ist daher nach wie vor eine besonders aktuelle Aufgabe.

  4. Die Natur ist Allgemeingut. Sie ist Lebensgrundlage für alle Menschen. Sie zu schützen ist ein zentrales gesellschaftliches Anliegen. Die Bauern sind, wie schon erwähnt, die größten Flächen- und damit Naturnutzer. Sie müssen deshalb auch die wichtigsten Naturschützer sein. Die gute Erfüllung dieser Aufgabe muss den Bauern wirtschaftlich möglich gemacht werden.

  5. Die Art der Lebensmittelerzeugung hat Einfluss - positiv oder negativ - auf die Lebensmittelqualität, auf den Boden, das Wasser, die Luft, sowie die Pflanzen- und Tierwelt. Sachzwänge, Lebensmittel möglichst billig produzieren zu müssen, haben negative Auswirkungen auf die genannten Naturgüter als unsere unverzichtbaren natürlichen Lebensgrundlagen. Dies ist verstärkt bewusst zu machen.

  6. Die Landschaft ist der Lebens- und Erholungsraum für die gesamte Bevölkerung. Je abwechslungsreicher die Landschaft, umso größer ihr Erholungs- und Erlebniswert. Eine attraktive Landschaft, das Leben und Wohnen in einer schönen Umwelt ist ein entscheidender Teil der Lebensqualität der Bevölkerung. Die Zahl der Bauern, die Art und Vielseitigkeit ihrer Wirtschaftsweise  bestimmt – positiv oder negativ - das Landschaftsbild.