Im Wandel begriffen? Wechselwirkungen im Umgang mit den Institutionen Kirche, Familie und Hoferbe im landwirtschaftlichen Milieu Tirols"

M. Schmitt, Interdisziplinäre Gebirgsforschung, Universität Innsbruck

In Folge der gestiegenen räumlichen und sozialen Mobilität werden auch in überschaubaren ländlichen Gemeinden Entwicklungen der Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen immer offensichtlicher. Bezogen auf die kirchliche Praxis sind dabei Tendenzen von religiöser Fremd- zu religiöser Selbstbestimmung zu erkennen. Trifft das auch auf Bäuerinnen und Bauern sowie ihre Kinder zu? Werden die von der jungen Generation realisierten Familienkonzepte vielfältiger? Welche Folgen haben höhere Bildung und Mehrfachqualifikationen auf Hofnachfolge und Hoferbe?

Im Rahmen des geplanten Projekts soll untersucht werden, wie sich die Einstellungen von Bauern und Bäuerinnen in Tirol gegenüber den Institutionen Kirche, Familie und Hoferbe entwickelt haben und welche Wechselwirkungen im Umgang mit den drei Institutionen zu finden sind. Neben der individuellen und familiären Ebene ist von Interesse, ob sich bestimmte Charakteristika in Bezug auf periper oder zentral gelegene, prosperierende oder benachteiligte Regionen identifizieren lassen.