Der Einflus von Samenart und Ausmaß des Verdauungszeitraums auf den molekularen Nachweis von gefressenen Samen bei zwei granivoren Carabidaen

C. Wallinger, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Käfer aus der Gruppe der Carabidae haben einen entscheidenden Einfluss auf die Samenbanken von Unkräutern in landwirtschaftlichen Systemen. Noch ist wenig über die Faktoren, die die Nahrungswahl der Käfer beeinflussen, bekannt. Untersuchungen im Labor haben Vorlieben für andere Samenarten ergeben, als im Feld tatsächlich gefressen werden. Um die Nahrungswahl dieser Käfergruppe zu verstehen und ggf. auch im landwirtschaftlichen Kontext gezielt nutzen zu können, sit es daher unabdingbar, die tatsächlichen Nahrungspräferenzen zu bestimmen.

Mittels DNA-basierter Methoden kann die Nahrungswahl unmittelbar unter Feldbedingungen untersucht werden. Im Vorliegenden soll ein für Pflanzen DNA entwickelter PCR-Ansatz zum Nachweis konsumierter Samen bei zwei verschiedenen Carabidaenarten und Fütterung von Samen aus drei verscheidenen Pflanzengruppen getestet werden. Ziel dabei ist es die zeitliche Nachweisbarkeitsgrenze sowie ggf. Unterschiede zwischen den Käfer- und Samenarten zu ermitteln. Das Projekt soll eine Grundlage für eine umfangreiche Studie von Granivorie in Kooperation  mit Dr. David Bohan (INRA, Dijon, Frankreich) liefern.