Einfluss von Unkräutern auf die Räuber-Beute Beziehungen in Getreidefeldern

K. Staudacher, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Die fortschreitende landwirtschaftliche Intensivierung bringt entscheidende Veränderungen in der Struktur und Funktion von Agrarökosystemen mit sich. So zeigte sich, dass regulierende Prozesse, wie die biologische Schädlingskontrolle durch Nützlinge, erheblich unter dem Verlust der Habitatvielfalt leiden. Dies betrifft nicht nur den Rückgang von Landschaftselementen wie Hecken, Waldstücken und kleinräumigen Ackerflächen, sondern auch die Diversität von Pflanzen innerhalb der landwirtschaftlichen Flächen. In diesem Zusammenhang ist vor allem das Vorhandensein von Unkräutern wichtig, welche den Nützlingen zusätzliche Nahrungs-Ressourcen sowie "Rückzugsorte" bieten. Welche räuberischen Arthropoden besonders davon profitieren, in verunkrauteten Ackerflächen vermehrt auftreten und somit den Fraßdruck auf die Schädlinge erhöhen, ist jedoch noch weitestgehend unerforscht. Im vorliegenden Projekt wird genau hier angesetzt und mittels molekularer Analysen der Darminhalt von räuberischen Käfern und Spinnen aus Getreidefeldern analysiert. Vor allem geht es dabie um den Nachweis von Getreideblattläusen, welche zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Schädlingen in Europa zählen.

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