Molekulare Methoden für jeden – Ein kostengünstiges Verfahren zur Bestimmung der Parasitierungsrate bei invasiven landwirtschaftlichen Schädlingen

Daniela Sint

 

Minierfliegen sind weltweit bedeutende Schädlinge in der Landwirtschaft, können aber aufgrund ihrer Lebensweise – die Larve frisst im Inneren der Blätter – nur sehr eingeschränkt mit Insektiziden bekämpft werden. Biologische Schädlingsbekämpfung durch Parasitoide spielt daher eine wichtige Rolle bei der Regulation. Der Erfolg dieser Maßnahmen lässt sich am Einfachsten mit molekularen Methoden überprüfen, deren Einsatz ist jedoch in Entwicklungsländern meist unerschwinglich.

In diesem Projekt wird ein molekulares System so angepasst, dass seine Anwendung auch sehr kostengünstig möglich ist. In einem Praxistest wird es in Peru, der Heimat der Minierfliegen und in Kenia, wo südamerikanische Parasitoiden zur Bekämpfung des eingeschleppten Schädlings eingeführt wurden, zur Anwendung kommen. Dadurch können etwaige Schwachstellen in der Umsetzung außerhalb von high-tech Laboratorien aufgezeigt werden. Außerdem wird die Effizienz der verschiedenen Nützlinge zwischen den beiden Regionen (eingeführt vs. natürliches Vorkommen) verglichen und liefert so wertvolle Informationen für den zukünftigen Einsatz von Parasitoiden zur biologischen Schädlingsbekämpfung.