Effekte der Düngung auf die biologische Schädlingsregulation

Sint Daniela, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Die biologische Kontrolle von Schädlingen ist eine wichtige ökosystemare Funktion, die von natürlich vorkommenden Nützlingen wie Prädatoren und Parasitoiden in Agrarökosystemen wahrgenommen wird. Sowohl Schädlinge als auch deren Gegenspieler werden durch die Düngung von Pflanzen beeinflusst. In den letzten Jahren stellte sich zunehmend heraus, dass diese Effekte von der Düngungsart abhängen und dadurch die Effizienz der biologischen Schädlingsregulation beeinflusst wird. In diesem Projekt wird experimentell verglichen, wie verschiedene Düngemethoden (organisch, anorganisch, ungedüngt) Invertebraten-Gemeinschaften beeinflussen. Da die biologische Kontrolle von Schädlingen ein Produkt der Interaktionen zwischen Schädlingen, Nützlingen und alternativen Nahrungsquellen letzterer ist, wird ein molekularer Nahrungsnetz-Ansatz zum Einsatz kommen. Dieser ermöglicht ein besseres mechanistisches Verständnis wie die Art der Düngung sowohl die Interaktionen zwischen den Arten als auch die biologische Regulation der Schädlinge in Getreidefeldern beeinflusst. Damit wird eine Lücke im mechanistischen Verständnis biologischer Kontrolle geschlossen, was für die Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Methoden von großer Bedeutung ist.