Nichtinvasive Nahrungsanalyse bei Wolfsspinnen

D. Sint, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Wolfsspinnen leisten aufgrund ihres generalistischen Nahrungsspektrums einen wichtigen Beitrag zur Kontrolle landwirtschaftlicher Schädlinge. Um sie gezielt als Nützlinge fördern zu können, müssen ihre komplexen Nahrungsbeziehungen genau untersucht werden. Molekulare Methoden sind dafür bestens geeignet, jedoch müssen die Tiere getötet werden, um die Analyse ihres Darminhalts zu ermöglichen. Dies hat negative Effekte auf die Zahl der Nützlinge und ihr Regulationspotential gegenüber den Schädlingen sowie das natürliche Artgefüge werden bedeutend gestört. Um dies zukünftig verhindern zu können, soll in dem vorliegenden Projekt erstmals ein nichtinvasiver Ansatz getestet werden, der es erlaubt die von Spinnen konsumierte Nahrung zu bestimmen und die Tiere im Anschluss daran wieder freizulassen. Durch die Entwicklung dieser neuen Untersuchungsmethode können künftige Forschungsprojekte, nicht nur im Agrarland, wesentlich einfacher und schonender für die Tiergemeinschaft durchgeführt werden. Dies ist ein großer Fortschritt, da die Beeinflussung der Ökosysteme minimiert wird und somit auch Untersuchungen in geschützten und/oder sensiblen Lebensräumen ermöglicht werden.