Nematodengemeinschaften agrarischer Landnutzungen in Südtirol

T. Peham, Institut für Ökologie, Universität Innsbruck

Nematoden sind winzige Tiere (<2 mm), die in Böden überaus zahlreich und sowohl als Pflanzenschädlinge als auch wichtige Akteure biologischer Prozesse bekannt sind. Mit einem neuen und innovativen molekularen Verfahren sollen die Nematodengemeinschaften mehrerer landwirtschaftlicher Landnutzungssysteme (Obst, Wein, Acker, Grünland) miteinander verglichen werden. Daraus lassen sich Rückschlüsse über den Einfluss der Landnutzung auf die Bodentiere ziehen und können die Daten zur Beratung der LandwirtInnen bezüglich ihres Auftretens pflanzenpathogender Nematoden genutzt werden. Von denselben 55 beprobten Sstandorten wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Innsbruck mit der Europäischen Akademie Bozen bereits die Bodenmakrofauna (Tiere >2mm) analysiert und es liegen umfangreiche Daten zu Standortparametern (Seehöhe, Hangneigung, Exposition, Bodentyp, pH-Wert, Düngung, etc. ) vor. Daher stellt das Projekt eine sinnvolle Erweiterung des bestehenden Projektes dar und erlaubt, den Vergleich von Landnutzungseffekten auf eine weitere wichtige Bodentiergruppe auszudehnen.