Rechtstatsachen in der Alttiroler (Berg-)Landwirtschaft:

Höchstgerichtliche Prozesse über Nutzungsrechte und andere Dienstbarkeiten in der agrarischen Gesellschaft vor der Servitutenregulierung

Monika Niedermayr

 

Auf der Grundlage von Gerichtsprozessen der dritten Instanz werden unter Einbeziehung von Literatur und Quellen die Rechtstatsachen in der agrarischen Bevölkerung der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Dabei steht ein Bestand von ca. 700 Akten über zivilrechtliche Prozesse des Tiroler Senats der Obersten Justizstelle (Vorgänger des Obersten Gerichtshofes) zur Verfügung. Es wird der Schwerpunkt auf Streitigkeiten in Bezug auf Servituten und andere Rechte für die (Berg-)Landwirtschaft gelegt.

Ziel ist es, innerhalb dieses Forschungsprojektes die Zeit vor der Servitutenregulierung (ab 1847) in rechtshistorischer Sicht zu erklären. Es sollen damalige historische und juristische Probleme beschrieben werden, die auf heutige Rechtsprobleme Einfluss haben. Das Projekt wird dazu dienen mehr Verständnis für den damals wichtigsten Wirtschaftszweig Tirols zu schaffen.