Klimawandel auf unseren Almen – Fluch oder Segen?

Auswirkungen von Trockenheit und Erwärmung auf die Wasser- und Kohlenstoffbilanz von Bergwiesen

Georg Leitinger

 

Rasante Veränderungen in der Häufigkeit und Stärke von Niederschlägen sowie der Schneebedeckungszeit, in Verbindung mit heißen und trockenen Sommern, beeinflussen bereits jetzt den Kohlenstoff- und Wasserkreislauf in den europäischen Alpen (Körner, 2003; Bennett et al., 2005; Schröter et al., 2005; Beniston, 2006; Luo et al., 2007; Knapp et al., 2008; Wieser et al., 2008). Voraussichtlich wird dies in Zukunft in einem noch größeren Umfang stattfinden (Beniston, 2006), daher ist ein verbessertes Verständnis des Zusammenwirkens von Kohlenstoff- und Wasserkreislauf unter extremen Ereignissen wie Hitzewellen und Dürren dringend notwendig.

Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojektes werden die Auswirkungen von limitierter Wasserverfügbarkeit und Temperaturerhöhung (Dürre) auf die Produktivität von Bergwiesen untersucht. Insbesondere sollen dabei folgende Zielsetzungen untersucht werden:

1) Auswirkungen von limitierter Wasserverfügbarkeit und Temperaturerhöhung (Dürre) auf den Wasserkreislauf und dessen Komponenten.

2) Auswirkungen von Dürre auf den Bestandes-Netto-CO2-Austausch (NEE), der Ökosystem Atmung (Reco), und der Produktivität.